Keusch: Gedämpfter privater Konsum als Folge der Steuer- und Abgabenflut

Mit einem Wachstum von 1,3 Prozent stieg der private Konsum nur halb so stark wie im Jahr 2000. Ursache laut WIFO sind die restriktive Fiskalpolitik und die gestiegenen Verbraucherpreise

St. Pölten, (SPI) - Das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFO) stellt in seinem Wirtschaftsbericht für 2001 fest, dass der private Konsum in Österreich im Vorjahr mit 1,3 Prozent nur etwa halb so stark wie im Jahr 2000 expandierte. Als Ursache nennen die Experten die restriktive Fiskalpolitik und den Anstieg der Verbraucherpreise. Eine weitere negative Folge der Eintrübung der Wirtschaftsaussichten ist die Abnahme der Investitionsbereitschaft der heimischen Unternehmen. Die Abgabenquote stieg auf Grund der stark einnahmeseitig betriebenen Sanierung des Staatshaushaltes um 1,9 Prozentpunkte auf 45,9 Prozent.****

"Nun hat auch die OECD in ihrer jüngsten Konjunkturprognose die Wachstumserwartungen für Österreich im laufenden Jahr erneut zurückgenommen. Die Budgetpolitik der Bundesregierung mit ihren Steuer- und Abgabenerhöhungen für die Bevölkerung und den Kürzungen in den öffentlichen Haushalten und Budgets machen es Österreich unmöglich, dem negativen Trend zu entkommen", kritisiert der Finanzsprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Eduard Keusch, die aktuelle Entwicklung.

Der Rückgang im privaten Konsum als Folge des überzogenen Sparkurses der blauschwarzen Regierungskoalition ziehe eine weitere Hemmung der wirtschaftlichen Entwicklung und des Wachstums nach sich, was in weiterer Folge neben geringeren Steuereinnahmen auch zu einem Ansteigen der Arbeitslosigkeit führe. Keusch: "Es ist daher dringend notwendig, das Vorhaben "Null-Defizit" in die kommende Aufschwungphase der Wirtschaft zu verschieben, um nun durch eine Steuer- und Abgabenentlastung den privaten Konsum und in weiterer Folge die gesamte heimische Wirtschaft anzukurbeln."
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