Wiener Börse: Riesenchance für Nischenpolitik unter Europas Börsen

Leitl: Große Änderungen bei Unternehmensfinanzierungen absehbar

Wien (PWK) Angesichts der sich ändernden Rahmenbedingungen für Unternehmensfinanzierungen sieht Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, "eine Riesenchance für eine Nischenpolitik der Wiener Börse insbesondere bei der KMU-Finanzierung." Österreich verzeichne derzeit einen erfreulichen Zuwachs bei neu gegründeten Unternehmen, die ausreichend Betriebskapital benötigen. Zugleich drohe die Zinsenkeule von Basel II, was für viele Klein- und Mittelbetriebe geänderte Finanzierungsbedingungen mit sich bringe. Derzeit sei in Österreich der Anteil von Eigenkapital gegenüber Fremdkapital deutlich untergewichtet.

Der verstärkte innereuropäische Wettbewerb erfordere gleichzeitig eine verstärkte Risikokapitalaufbringung, sei es über eine Mittelstandsfinanzierungsgesellschaft oder über Venture Capital Fonds. Vorstellbar sei auch die Einführung einer kleinen Aktiengesellschaft, bei der Anteile leichter gekauft und weiterverkauft werden können.

Leitl: "All diese Veränderungen bieten der Wiener Börse eine Riesenchance in Bezug auf eine spezifische Nischenpolitik. Wenn sich Europas große Börsen auf die Finanzierung von Großbetrieben konzentrieren, kann sich die Wiener Börse erfolgreich auf Klein- und Mittelbetriebe spezialisieren."

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