Gajdosik: ÖGB mißbraucht Gewerkschaftsbeiträge für parteipolitische Propaganda

Wien, 07. Mai 2002 (ÖAAB-PD) Die Inseratenkampagne des ÖGB zum Thema Lohnnebenkosten erweckt fälschlicherweise den Eindruck, als ob die Regierung die Abschaffung des 13. und 14. Monatsgehalts beabsichtigen würde. Hier werden Gewerkschaftsbeiträge zu parteipolitischer Propaganda missbraucht, kritisierte heute, Dienstag, der Wiener AK-Vizepräsident Alfred Gajdosik, der sich von der Inseratenkampagne distanziert und den ÖGB dazu auffordert, "das virtuelle Schattenboxen aufzugeben und zur überparteilichen Arbeit als Arbeitnehmer -Interessensvertretung zurückzukehren. ****

Der ÖAAB und die christlichen Gewerkschafter habe in der Vergangenheit das Urlaubs- und Weihnachtsgeld immer konsequent gegen die Begehrlichkeiten sozialistischer Finanzminister verteidigt. Wenn von ÖGB-Seite der Eindruck erweckt werde, das 13. und 14. Gehalt seien in Gefahr, sei dies absurd. Denn eine mögliche Senkung der Lohnnebenkosten bedeute nicht automatisch eine Abschaffung des 13. und 14. Monatsgehalts. Wer dies behaupte, betreibe populistische Verunsicherung auf Kosten der Arbeitnehmer, so Gajdosik.

Der ÖGB solle daher sein "virtuelles Schattenboxen mit durchsichtigem parteipolitischem Hintergrund" aufgeben und schleunigst wieder zu seiner Aufgabe als überparteiliche Interessensvertretung der Arbeitnehmer zurückkehren, forderte Gajdosik.
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