Drogenpolitik: Neuen Anforderungen flexibel begegnen BILD

Entwurf des neuen Vorarlberger Drogenkonzeptes liegt vor

Bregenz (VLK) - Das Vorarlberger Drogenkonzept hat sich bis
heute bewährt und als richtig erwiesen. An seinen
Grundsätzen wird deshalb auch in Zukunft fest gehalten. "Es
ist aber notwendig, neue Entwicklungen in der
Drogenproblematik wie den Trend zu Aufputschmitteln und
geänderte Konsummotive vor dem Hintergrund der 'Fun-
Gesellschaft' zu berücksichtigen", betonten Landeshauptmann
Herbert Sausgruber und Soziallandesrat Hans-Peter Bischof
heute, Dienstag, im Pressefoyer, wo sie gemeinsam mit dem Drogenbeauftragten des Landes, Primar Reinhard Haller, den
Entwurf des Vorarlberger Drogenkonzeptes 2002 vorstellten.
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Laut Landesrat Bischof soll das ganze System der
Drogenhilfe gegenüber neuen Entwicklungen sehr flexibel
sein, um rasch und adäquat reagieren zu können. Sowohl in
der Prävention als auch in Therapie und Rehabilitation
sollen Zugangsbarrieren vermieden werden. Zur unmittelbaren
Reaktion und mobilen Intervention auf entstehende
Drogenprobleme soll ein landesweites Projekt der Sekundärprävention umgesetzt werden. Bischof: "Zielgruppe
sind Jugendliche, die noch keine manifesten
Krankheitssymptome aufweisen, jedoch für schädlichen Drogengebrauch 'at risk' sind, also ein Risiko tragen."

Im Sinne von Flexibilität und Sensibilität soll zur intensiveren Vernetzung aller betroffenen Einrichtungen ein landesweites Drogenforum zum fachlichen Austausch innerhalb
der Drogenhilfe eingerichtet werden. Als einen weiteren
Schwerpunkt nannte Primar Haller das Projekt "Therapie
sofort". Ziel der Vorarlberger Drogenhilfe sei es, "jedem therapieentschlossenen und motivierten Süchtigen spätestens innerhalb 48 Stunden einen adäquaten Platz zu vermitteln".

Das Vorarlberger Drogenkonzept 2002 befindet sich nun in
der Begutachtungsphase. Zahlreiche Experten aus allen
betroffenen Bereichen werden um Stellungnahmen, Anregungen
und konstruktive Kritik gebeten.
(gw/dig,nvl)

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