US-Botschafter hofft auf "Quantensprung" in Wirtschaftsbeziehungen zu Österreich

Brown: "Es geht um langfristige Partnerschaft" - Dank an Österreich für Hilfe bei Friedenssicherung und Kampf gegen Terrorismus

Wien (PWK320) - "Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich
und den USA sind ausgezeichnet und ein gutes Beispiel dafür, dass alle Beteiligten gewinnen, wenn der freie Handel reibungslos funktioniert", stellte der amerikanische Botschafter W.L. Lyons Brown Dienstag Abend in einem Vortrag vor dem Club IW im Haus der Wirtschaft fest. Die Frage sei nun, wie man diese guten Beziehungen noch weiter ausbauen könne.

Gerade jetzt, so Botschafter Lyons Brown Jr., biete sich eine dieser "seltenen, außergewöhnlichen Gelegenheiten", die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich und den VereinigtenStaaten "auf eine noch höhere Ebene zu heben". Nach dem Entschluss der österreichischen Regierung, die ausgedienten Draken durch neue Abfangjäger zu ersetzen, stünden Österreich bekanntlich mehre Angebote zur Auswahl. Beim Angebot der USA gehe es nach den Worten Browns um eine langfristige Partnerschaft "sowohl mit Lockheed Martin, dem weltgrößten Unternehmen im Verteidigungsbereich, als auch mit der Regierung der Vereinigten Staaten, da bei diesem Ankaufsangebot beide als Partner agieren".

Lockheed habe in Österreich mehr als 200 Projekte identifiziert, die zu Grundsatzvereinbarungen ("Memoranda of Understanding") mit mehr als 75 österreichischen Firmen geführt haben. Die Projekte eröffneten, so Brown, neue Geschäftsmöglichkeiten in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Kommunikations- und Informationstechnologie sowie Autoindustrie. Das Kooperationspaket beinhalte auch einen Risikokapitalfonds, der auf die Verwirklichung vielversprechender Hochtechnologieprojekte ausgerichtet ist. Dies wäre nach Meinung Browns für kleine oder gerade in der Anfangsphase steckende Betriebe in Österreich "eine signifikante Unterstützung".

Unabhängig vom Endergebnis schätze die amerikanische Seite vor allem Österreichs Bemühungen, eine transparente und offene Abwicklung zu gewährleisten. Die Vereinigten Staaten hätten, unabhängig vom Ausgang der Ausschreibung, schon jetzt "ganz enorm von den dabei gewonnenen Erfahrungen profitiert".

Hocherfreut zeigte sich Brown über Erhard Busek als neuen Sonderkoordinator des Stabilitätspaktes für Südosteuropa. Die Vereinigten Staaten hätten ihm mit John Riddle einen neuen US-Vizekoordinator zur Seite gestellt. "Wir denken, dass die Führungsrolle, die Österreichs Handel und Wirtschaft in diesem Bereich spielen, die wirtschaftliche Attraktivität dieser Region für ausländische Investoren entscheidend erhöhen wird, so wie auch Mexiko von der NAFTA profitiert hat".

Die USA seien Österreich für seine Hilfe bei der Friedenssicherung und beim Wiederaufbau Afghanistans äußerst dankbar. Auch sprach Brown bei der von WKÖ-Generalsekretär-Stv. Egon Winkler moderierten Veranstaltung Österreich noch einmal den Dank für die Unterstützung der USA nach den Anschlägen des 11. September aus. Österreich habe in vielfältiger Weise zum Kampf gegen den Terrorismus beigetragen. Österreich habe im Verlauf seiner Geschichte in der Welt viel bewegt. Heute repräsentiere es mehr den je den Inbegriff einer gut funktionierenden Demokratie mit einer fortschrittlichen Wirtschaft, schloß Brown. (hp)

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