Theater an der Wien: Umwandlung in E-Musik-Haus fix?

Wien (OTS) - Das Theater an der Wien soll ab 2006 zum Wiener Haus der E-Musik werden. Das berichtet NEWS unter Hinweis auf hochrangige politische Quellen in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Wiens Finanzstadtrat wieder bestätigt in NEWS, innerhalb der nächsten beiden Wochen werde "ein komplett neues Konzept für die Bespielung des Theaters an der Wien" vorgestellt.

Details wollte Rieder nicht nennen, doch ergaben NEWS-Recherchen an hoher politischer Stelle folgendes: Das Theater an der Wien soll mit größter Wahrscheinlichkeit zum Wiener Haus der E-Musik werden. Nach dem Mozart-jahr 2006 sollen dort nicht nur die diversen Wiener Festivals, sondern auch Gastspiele, Koproduktionen, Konzerte mit den Wiener Symphonikern und Tanzveranstaltungen stattfinden.Das Konzept soll mit den Bundesbühnen koordiniert, der neue Volksoperndirektor in die Planung einbezogen werden.

Das Wiener Musical-Geschehen soll sich ab 2006 auf Raimundtheater und Ronacher (das für 17 Mio. Euro adaptiert wird) beschränken. Seitens der Vereinigten Bühnen erklärt man: "Die Infora-Studie wird den Politikern im Lauf der nächsten Woche vorgelegt. Nach unserer information ist noch keine Entscheidung gefallen."

Holender will das Haus.

In derselben NEWS-Ausgabe teilt Staatsoperndirektor Ioan Holender mit, er wolle das Theater an der Wien ab 1004(05 selbst übernehmen und mit 120 Abenden pro Jahr bespielen. Mit zwei bis drei kleineren Opern gleichzeitig könnte sogar ein kleiner Repertoirebetrieb aufgezogen werden.Zu diesem Zweck sollen z. B. Mozarts Da-Ponte-Opern, Rossinis "Barbier von Sevilla" oder Bellinis "Sonnambula"an die Wienzeile transferiert werden. Holender: "Dafür spiele ich in der Oper große Stücke wie Meistersingerä statt drei Mal sieben MalW." Der nötige Raum für die Kulissen wäre in einem Depot der TU an der Rückseite des Theaters an der Wien zu finden. Holender über die Kosten, lt. Infora-Bericht 20 Mio. Euro p. A.: "Zwei Drittel davon bekommt das Theater an der Wien schon jetzt, der Rest müsste aufzubringen sein."Konklusio: "All das ist nur zu machen, wenn jenseits des Parteienzanks die gebündelten Kräfte von Bund und Stadt zusammenhelfen."

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