LH Haider: Kärnten war immer offen für humanitäre Hilfe

Kärnten und Friaul setzen mit "Region des Friedens" einen Kontrapunkt gegen den Terror - Hilfe für irakische Kinder wird fortgesetzt - Ausbildungsprogramm für Ärzte vor Ort angeregt -Mögliche UN-Verhandlungsrunde in Wien

Klagenfurt (LPD) - Kärnten war immer offen für humanitäre Hilfe für Menschen aus aller Welt, betonte heute Landeshauptmann Jörg Haider bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Prim. Günter Lanner, Prim. Willibald Kaulfersch, Dr. Martin Spendel und Direktor Dr. Anton Suntinger am LKH Klagenfurt. Haider unterstrich, dass Hilfeleistungen für Menschen weiterhin fortgesetzt werden sollten, unbesehen davon, woher diese kommen. Haider dankte den Ärzten und dem LKH Klagenfurt für die Aufnahme und Behandlung der zwei aus dem Irak mitgebrachten Kinder. Mit Gesundheitsminister Herbert Haupt sei vereinbart, weitere 15 oder 20 kranke Kinder zur Behandlung nach Österreich zu bringen.

Es gehe darum, Kindern zu helfen, egal woher sie kommen. In diesem Zusammenhang kündigte der Landeshauptmann auch den Abschluß von Gesprächen in New York an, wo er gemeinsam mit Friauls Regionspräsident Renzo Tondo Kärnten und Friaul als "Region des Friedens" präsentieren wird. Auch 150 Waisenkinder aus den Ereignissen des 11. September werden, wie berichtet, zu Ferienaufenthalten nach Kärnten und Friaul eingeladen. Damit werde in einer Welt, in der der Terror - gerade auch im Nahen Osten - zunimmt, ein vernünftiger und sinnvoller Kontrapunkt gesetzt, unterstrich Haider. Kärnten und Friaul seien in dieser Hinsicht Vorreiter.

Haider regte angesichts des unvorstellbaren Leids - im Irak sterben rund 5000 Kinder pro Monat an Leukämie als Folgewirkung des im Golfkrieg verwendeten Urans - an, ein Ausbildungs- und Schulungsprogramm für die Ärzte vor Ort zu schaffen. Hier könnten sich auch pensionierte heimische Ärzte beteiligen.

Immerhin sei nun ein erster Fortschritt dahingehend erzielt worden, dass im UN-Sicherheitsrat eine Reform über die von den USA dominierte Sanktionspolitik diskutiert werde, nachdem der Protest gegen die Sanktionen immer stärker angewachsen war. Künftig sollten demnach humanitäre Hilfestellungen ermöglicht werden, berichtete Haider von diesbezüglichen erfolgreichen Verhandlungen. Es könnte eine Verhandlungsrunde zwischen Irak und UN am 2. Juli in Wien stattfinden, dies wäre zudem eine Aufwertung des UN-Standorts Wien, ergänzte der Landeshauptmann. Ausserdem sei es dann auch möglich, dass der irakische Aussenminister einen Besuch in Kärnten mache.

Der Landeshauptmann kündigte auch den Abschluß von Gesprächen in New York an, wo er gemeinsam mit Friauls Regionspräsident Renzo Tondo Kärnten und Friaul als "Region des Friedens" präsentieren wird. Auch 150 Waisenkinder aus den Ereignissen des 11. September werden, wie berichtet, zu Ferienaufenthalten nach Kärnten und Friaul eingeladen. Damit werde in einer Welt, in der der Terror zunimmt, ein vernünftiger und sinnvoller Kontrapunkt gesetzt, unterstrich Haider. Kärnten und Friaul seien in dieser Hinsicht Vorreiter.

LKH-Direktor Suntinger sagte, dass es Aufgabe sei, Menschen zu helfen, abseits jeglicher Politik. Es würde auch Menschen aus dem Kosovo und aus Afrika am LKH geholfen werden. Ausserdem seien am LKH Klagenfurt auch Ärzte aus Katar in Ausbildung.

Die Ärzte konnten berichten, dass die beiden irakischen Kinder (12 und 2 Jahre) gute Aussichten auf Heilung besitzen. Weitere Diagnosen und Therapien würden gesetzt. Ein vermuteter Hirntumor sei jedenfalls nicht diagnostiziert worden. Lanner betonte, dass die Kooperation mit Ärzten in Ländern wie dem Irak den medizinischen Fortschritt sehr fördern könnte. Humanitäre Hilfestellungen seien auch in anderen Ländern selbstverständlich. (Schluss)

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