AMS Wien: Arbeitslosigkeit steigt weniger rasant

75.647 Arbeitslose Ende April 2002 in Wien - Anstieg von 29,3 Prozent gegenüber April 2001 - Rückgang im Vergleich zum Vormonat um 6.484 Personen. Leichte Entspannung in fast allen Berufssparten.

Wien (OTS) - Mit 75.647 arbeitslos registrierten Menschen ist Ende April 2002 ein Anstieg von 29,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die vorläufige Arbeitslosenquote beträgt 9,1 Prozent.

Es sind 45.538 Männer (plus 27,8 Prozent gegenüber April 2001) und 30.109 Frauen (plus 31,6 Prozent gegenüber April 2001) arbeitslos gemeldet.

Offene Stellen

Das AMS hatte Ende April 3.923 offene Stellen in seinen Datenbeständen (ein Minus von 26,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Arbeitslosigkeit nach Berufen

Die Arbeitslosigkeit stieg in nahezu allen Sparten gegenüber dem Vorjahr weniger rasant an als noch im März. Aktuell sind 7.377 Personen aus dem Baugewerbe arbeitslos registriert, ein Plus von 15,0 Prozent gegenüber dem April 2001; weiters - Fremdenverkehr (7.148, ein Plus von 29,4 Prozent), Hilfsberufe (5.291, plus 29,6 Prozent), Metall-/Elektroberufe (9.289, plus 19,0 Prozent), Reinigung (5.462, plus 22,5 Prozent) und Büroberufe (12.260, ein Plus von 39,2 Prozent).

Stärker gestiegen ist die Arbeitslosigkeit in den technischen Berufen: Mit 3.022 Vorgemerkten ist ein Plus von 76,1 Prozent zu verzeichnen.

Arbeitslosigkeit nach Alter

Die Vorjahresveränderungen aller Altersgruppen - auch geschlechtsspezifisch differenziert - weisen Zunahmen auf. Im Vergleich zu März 2002 kommt es durchgehend zu rückläufiger Arbeitslosigkeit.

8.451 arbeitslos vorgemerkte Jugendliche bedeuten ein Plus von 37,4 Prozent gegenüber April 2001, aber ein Minus von 9,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Die Zahl der arbeitslosen Personen ab 50 Jahre erhöhte sich um 21,4 Prozent verglichen mit dem Vorjahresmonat und sank um 4,9 Prozent gegenüber März auf 19.230.

Vormerkdauer und Verweildauer

Die durchschnittliche Verweildauer in Arbeitslosigkeit nahm von April 2000 (166) über April 2001 (163) auf 161 Tage im April 2002 ab.

Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Vorgemerkten (11,2 Prozent) erhöhte sich zwar um 0,6 Prozent-Punkte zur Vergleichsgröße des Vorjahres, die Episoden der Arbeitslosigkeit werden im Schnitt allerdings immer kürzer. Gleichzeitig mit dem Risiko, arbeitslos zu werden, wächst für eine Gruppe der Betroffenen auch die Chance, rascher wieder eine Anstellung zu erhalten.

Ausländerarbeitslosigkeit

15.698 Ausländer waren Ende April arbeitslos vorgemerkt, das sind plus 28,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Lehrstellenmarkt

639 junge Menschen sind aktuell lehrstellensuchend, um 8,5 Prozent mehr als im Vormonat. Gleichzeitig hat aber auch die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellen leicht zugenommen, um 19,7 Prozent auf 152.

2.020 Jugendliche suchen für später eine Lehrstelle oder befinden sich in Lehrgängen nach dem Jugendausbildungssicherungsgesetz (JASG). Dem gegenüber stehen 946 Lehrstellen, die dem AMS jetzt schon gemeldet wurden, aber später zur Verfügung stehen.

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