Susanne Jerusalem: Umdenken in der Wiener Drogenpolitik

Wiener Grüne für Legalisierung von Cannabis

Wien (Grüne) - Ein Umdenken in der Drogenpolitik fordert Grün Gemeinderätin Susanne Jerusalem. Die Prohibition schadet bei Weitem mehr als sie nutzt. Ein erster Schritt in die richtige Richtung sollte durch die Legalisierung von Cannabis getan werden. Jerusalem:
"Es entspricht nicht den Grundsätzen eines liberalen Rechtsstaates, CannabiskonsumentInnen zu kriminalisieren. Niemand fordert die Inhaftierung der Heurigenbesucher, dieselbe Toleranz sollte aber auch den Jointfans entgegengebracht werden."

"Ganz Europa beginnt umzudenken, nur in Österreich steht die Zeit offensichtlich still. Während in einigen Ländern der EU Cannabiskonsum nicht mehr verfolgt oder als Ordnungswidrigkeit geahndet wird, setzt Österreich seinen Weg der Verteufelung fort", so die Grüne Politikerin. Bisher hat man mit großem Erfolg Eltern und Erziehungsberechtigten eingeredet, dass nur ein Verbot die Jugendlichen vor Cannabis schütze. Die Grünen weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Die Tatsache, dass die Droge illegal sei, mache sie erst richtig interessant und zwinge darüber hinaus die Jugendlichen bei Verbrechern zu kaufen, die auch harte Drogen mit höherer Gewinnspanne anpreisen. Jerusalem: "Es wäre sinnvoll, den Cannabiskonsum in den legalen Raum zu holen und eine intelligente Aufklärungskampagne über alle Drogen zu starten, die von den üblichen Vorurteilen Abstand nimmt."

Mit der heutigen Podiumsdiskussion, die um 19 Uhr im Wiener Rathaus beginnt, wollen die Wiener Grünen einen Beitrag zum Nachdenken liefern. Unter dem Titel " CANNABIS BEWEGT - Was tun mit den KonsumentInnen - ab ins Gefängnis oder was?" diskutieren VertreterInnen aus den Bereichen Sozialarbeit, Politik, Medizin und Polizei.

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