Hartinger: GKK verschleudern Gelder der Versicherten auf Grund mangelhafter Kotrollen

Wien, 2002-05-06 (fpd) Kritik an der immer noch fehlenden Möglichkeit der Gebietskrankenkassen, die Abrechnungen der Ärzte zu kontrollieren, übte heute die freiheitliche Abg. Mag. Beate Hartinger. "Während auf der einen Seite kranke Patienten wegen unnötiger Chefarztpflicht im Kreis geschickt werden, werde ich immer wieder auch auf Fälle aufmerksam gemacht, wo Ärzte den Krankenkassen Leistungen in Rechnung stellen, die sie niemals erbracht haben", so Hartinger. ****

"Erst kürzlich wieder, hat mir eine steirische Patientin Unterlagen zukommen lassen: Eine Lungenfachärztin aus Graz hat statt den korrekten 25,03 €, ein Honorar in Höhe von 169,19 € verrechnet. Aufgefallen ist der Schwindel nur, weil die Patientin kurz vor dem Arztbesuch die Krankenkasse berufsbedingt gewechselt hatte, was der Lungenfachärztin scheinbar nicht aufgefallen war."

"Während in der SV-Anstalt der gewerblichen Wirtschaft Mechanismen in Kraft sind, die solche Betrügereien der Ärzte minimieren, sind die Gebietskrankenkassen nach wie vor, praktisch ohne Schutz, der Ehrlichkeit der Ärzte ausgeliefert. Es wird zwar derzeit in der oberösterreichischen GKK an einem Projekt gearbeitet, das gerade in diesem Bereich Einsparungen für die Patienten bringen soll, die nach den Schätzungen eines Direktors dieser GKK bei rund 3 bis 5 Prozent liegen sollen", so Hartinger weiter. Die Fertigstellung dieses Projektes scheiterte bisher jedoch an fehlenden Applikationen, die von der steirischen Gebietskrankenkasse einfach nicht geliefert wurden. "Wer für diese Fehlleistungen der steirischen Führungsspitze den Hut nehmen muß, wird wohl aus den Unterlagen hervorgehen, die der Hauptverband bis 15. Mai betreffend das MVB-Projekt angefordert hat", schloß Hartinger. (Schluß)

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