Ferrero-Waldner "Die Sicherheit Österreichs beginnt an den Vertretungsbehörden"

Außenministerin informiert über die Bedeutung der Vertretungsbehörden für Österreichs Sicherheit

Wien (OTS) - Außenministerin Benita Ferrero-Waldner ging bei einer Pressekonferenz heute in Wien auf die Aspekte der Sicherheit ein, die von den österreichischen Vertretungsbehörden im Ausland für Österreich und die österreichischen Staatsbürger und Staatsbürgerinnen wahrgenommen werden.

"Eine der wohl wesentlichsten Aufgaben unserer Vertretungsbehörden ist die konsularische Betreuung von unseren Mitbürgern im Ausland, oft aber auch die Hilfestellung in ganz konkreten Notfällen ," so Ferrero-Waldner. "Die österreichischen Vertretungsbehörden im Ausland sind gleichsam die "vorderste Front" im Dienste der Sicherheit unseres Landes: Denken Sie nur an die Prüfung von Visaanträgen oder die Beglaubigung von ausländischen Dokumenten zur Vorlage bei österreichischen Behörden, aber auch an die Aushandlung von Verträgen, die wir im Rahmen der Sicherheitspartnerschaft mit unseren Nachbarstaaten abschließen oder den Bereich der Drogenverhütung und -bekämpfung in den unsere Vertretungsbehörden aktiv eingebunden sind."

Ferrero-Waldner wies darauf hin, dass wie im vergangenen wohl auch dieses Jahr die Österreicher und Österreicherinnen über 4 Millionen Auslandsreisen unternehmen. Dabei in Not geratene Staatsbürger könnten sich rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen, an das Bürgerservice und den Bereitschaftsdienst des Außenministeriums wenden oder die österreichischen Vertretungsbehörden im Ausland kontaktieren, bei denen außerhalb der Dienstzeiten eine Rufbereitschaft besteht. So sei etwa im Vorjahr nach 545 Unglücksfällen und bei 920 im Ausland verstorbenen Staatsbürgern umfangreiche Hilfe für die Rückreise bzw. Rückführung nach Österreich geleistet worden. Auch die etwa jährlich 600 im Ausland verhafteten Österreicher/innen werden von den Vertretungsbehörden bestmöglich betreut.

Als Beispie für den vielfach sehr großen persönlichen Einsatz und das Risiko der Mitarbeiter der Vertretungsbehörden nannte die Außenministerin die Evakuierung der drei Vorarlberger Orgelbauer vor vier Wochen aus der Geburtskirche in Bethlehem.

Ferrero-Waldner wies in diesem Zusammenhang auf die vom Bürgerservice des Außenministeriums laufend aktualisierten Reiseinformationen für 199 Staaten, die im Internet auf der Website des Außenministeriums (http://www.bmaa.gv.at ) abgefragt werden können.

Zu den Aufgaben der Vertretungsbehörden, die der Sicherheit Österreichs dienen, zählen vor allem die sorgfältige Durchführung der Visapolitik. "Ein österreichisches Visa ist in gewissem Sinne eine "Eintrittskarte" in den gesamten Schengener Binnenraum", so Ferrero-Waldner. Aber auch die Amtshilfe für innerstaatliche Behörden, die Aushandlung von Staatsverträgen zum Aufbau eines Raumes der Freiheit, der Sicherheit und des Rechtes vor allem mit den Nachbarstaaten, die EU-Zusammenarbeit zur Drogenverhütung und -bekämpfung in über 70 Hauptstädten der Erde, die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität innerhalb der Vereinten Nationen und die Bekämpfung des Terrorismus sind Bereiche, in denen die Mitarbeiter der österreichischen Vertretungsbehörden wesentliches zur Sicherheit Österreichs und der österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger beitragen.

Ferrero-Waldner hob in diesem Zusammenhang auch die bedeutende Rolle des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus im Rahmen der österreichischen Außenpolitik hervor: "Wir in Wien haben eine Schlüsselrolle mit dem in Wien ansässigen UN-Büro für Drogenkontrolle und Verbrechensverhütung (ODCCP)", so die Außenministerin. Um die Beiträge der verschiedenen UN-Einheiten im globalen Kampf gegen den Terrorismus zu bündeln, wird von 3.-4. Juni vom Zentrum für internationale Verbrechensbekämpfung (CICP) der UN in der Wiener UNO City das Wiener Symposium "Internationale Terrorismusbekämpfung :Die Rolle der Vereinten Nationen", veranstaltet.

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