Kuntzl: Ferrero-Waldner verstrickt sich schon wieder in unhaltbaren Ausreden

Haiders jüngste Irak-Reise genauso wenig privat wie die letzte

Wien (SK) "Zielsicher hüpft die Außenministerin ins nächste Fettnäpfchen", stellte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl am Montag anlässlich Ferrero-Waldners Behauptung, Jörg Haiders jüngste Irak-Reise sei "eine rein private" Reise gewesen, fest. Da Haiders Aktion nach Angaben der FPÖ Teil einer Initiative des Gesundheitsministeriums ist, könne sie schwerlich als "rein privat" bezeichnet werden. Auch der Inhalt von Haiders Unterredung mit dem irakischen Außenminister sollte die österreichische Außenministerin eigentlich interessieren. Zu behaupten, Haiders Irak-Reise habe keinerlei außenpolitische Bedeutung sei angesichts der weltweiten negativen Schlagzeilen, die Haiders letzter Irak-Trip bewirkt hat, "mehr als absurd", so Kuntzl am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.****

Kuntzl verlangt von der Außenministerin detaillierte Auskunft darüber, welcher Art die anscheinend immer enger werdenden Beziehungen zwischen Österreich und dem Irak sind und welche weiteren "Aktionen zur Pflege der österreichisch-irakischen Achse" geplant seien. "Sollte Ferrero-Waldner zu dieser Auskunft nicht in der Lage sein, sollte sie sich ernsthaft überlegen, ob sie ihrem verantwortungsvollen Amt noch gewachsen ist", sagte Kuntzl. Nach außen verdichte sich jedenfalls der Eindruck, dass die ÖVP die außenpolitischen Agenden immer mehr an die FPÖ abgibt - "zum Schaden Österreichs", so Kuntzl. (Schluss) ml

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