FSG-Frauen zum Rabenmuttertag: Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern

Mehr Kinderbetreuungseinrichtungen, Nein zur Ausweitung der Ladenöffnungszeiten

Wien (FSG). Anlässlich des heutigen Rabenmuttertages fordern die FSG-Frauen die Bundesregierung zum Beschluss verbindlicher Maßnahmen in Sachen Vereinbarkeit von Beruf und Familie auf. Die Regierung rede stets von der familienfreundlicheren Gestaltung der Arbeitswelt, Handlungen folgten aber keine, kritisieren die FSG-Frauen. Bei einem Fototermin in der Mariahilferstraße machten die FSG-Frauen heute auf diesen Widerspruch zwischen Worten und Taten der Regierung aufmerksam und stellten ihre Forderungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie vor: Mehr Kinderbetreuungseinrichtungen, ein Recht auf Teilzeit bis zum Schuleintritt des Kindes, Nein zur Ausweitung der Ladenöffnungszeiten.++++

Österreich habe EU-weit die geringste Dichte an Kindergarteneinrichtungen. Besonders bei den Betreuungseinrichtungen für Unter-Dreijährige mangle es. In manchen Bundesländern, allen voran Vorarlberg, gäbe es zudem kaum Kindergärten, die auch über Mittag offen hätten, erklären die FSG-Frauen. Die Regierung solle deshalb Bundesmittel für den flächendeckenden Ausbau von leistbaren und guten Betreuungseinrichtungen zur Verfügung stellen, so die FSG-Frauen.

Zudem fordern die FSG-Frauen ein Recht auf Teilzeit bis zum Schuleintritt des Kindes mit Rückkehrrecht auf Vollzeit für junge Eltern. Damit würde auch im qualifizierten Bereich Teilzeit geschaffen, durch das Rückkehrrecht auf Vollzeit würden die Karrierechancen sicher gestellt, meinen die FSG-Frauen.

Der wieder aufgeflammten Diskussion um die weitere Ausweitung der Ladenöffnungszeiten erteilen die FSG-Frauen eine klare Absage. Schon die letzte Verlängerung der Öffnungszeiten habe zu einer Verdrängung von Vollzeitarbeitsplätzen durch schlecht bezahlte Teilzeit und nicht existenzsichernde geringfügige Beschäftigungen geführt. Insgesamt hätten die längeren Öffnungszeiten zu einer Verschlechterung der Arbeitssituation der ArbeitnehmerInnen im Einzelhandel geführt. "Eine weitere Ausweitung der Ladenöffnungszeiten wäre ein Schlag ins Gesicht der vorwiegend weiblichen Handelsangestellten. Vereinbar mit der Betreuung von Kindern sind derart unsoziale Arbeitszeiten bis in die Nacht hinein nicht", so die FSG-Frauen abschließend.

FSG, 6. Mai 2002
Nr. 33

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