Wiener Vorlesungen feiern ihren 15. Geburtstag

Wien, (OTS) Die Wiener Vorlesungen - eines der erfolgreichsten Wiener Wissenschaftsvermittlungsprojekte der Zweiten Republik -feiern ihren 15. Geburtstag. Dieser Anlass wird mit einer Jubiläumsveranstaltung begangen. Am Dienstag, dem 7. Mai, spricht Universitätsprofessor Dr. Rudolf Taschner zum Thema "Musil, Gödel, Wittgenstein und das Unendliche" im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek.

Der für Wissenschaft verantwortliche Stadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny fördert viele Projekte und Aktivitäten, die Wien als intellektuelle, internationale und weltoffene Stadt stärken und zum Ausdruck bringen. Dabei spielen die Wiener Vorlesungen für ihn eine wichtige Rolle.

Die große Resonanz, die der Vortrag des berühmten deutschen Soziologen Prof. Dr. René König am 2. April 1987 im Wiener Rathaus bei einem sehr großen Publikum hatte, inspirierte die Idee einer Vorlesungsreihe im Rathaus zu den großen Problemen und Überlebensfragen der Menschen am Ausgang des 20. Jahrhunderts.
Das Konzept der Wiener Vorlesungen ist klar und prägnant: Prominente Denker stellen ihre Analysen und Einschätzungen zur Entstehung und zur Bewältigung brisanter Probleme der Gegenwart zur Diskussion. Die Wiener Vorlesungen skizzieren nun seit 15 Jahren vor einem immer noch wachsenden Publikum in dichter Folge ein facettenreiches Bild der geistigen Situation der Zeit. Das Faszinierende an diesem Projekt ist, dass es immer wieder gelingt, für Vorlesungen, die anspruchsvolle Analysen liefern, ein sehr großes Publikum zu gewinnen, das nicht nur zuhört, sondern auch mitdiskutiert.

Das Wiener Rathaus, Ort der kommunalpolitischen Willensbildung und der Stadtverwaltung, verwandelt bei den Wiener Vorlesungen seine Identität von einem Haus der Politik und Verwaltung zu einem Ort der Begegnung, zu einem "Jour fixe der Vernunft". Das Publikum kommt aus allen sozialen Bereichen der Stadtbevölkerung. Das Schöne an diesem Projekt ist, dass auch sehr viele Wienerinnen und Wiener zu den Vorträgen kommen, die sonst an wissenschaftlichen Veranstaltungen nicht teilnehmen. Sie kommen, weil sie sich mit dem Rathaus als dem Ort ihrer Angelegenheiten identifizieren, und sie verstärken durch ihre Anwesenheit den demokratischen Charakter des Hauses.

Das Besondere an den Wiener Vorlesungen liegt vor allem an der Knüpfung eines dichten Netzes freundschaftlicher Bande, das die Stadt mit einem wachsenden Kreis von bedeutenden Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Forschung in aller Welt verbindet. Die Vortragenden kamen und kommen aus allen Kontinenten, Ländern und Regionen der Welt, und die Stadt Wien schafft mit der Einladung prominenter WissenschafterInnen eine kontinuierliche Einbindung der Stadt Wien in die weltweite scientific community.
Eine genaue Sicht auf Probleme im Medium fundierter und innovativer wissenschaftlicher Analysen dämpft die Emotionen, zeigt neue Wege auf und bildet somit eine wichtige Grundlage für eine humane Welt heute und morgen.

Die ReferentInnen: QuerdenkerInnen, GrenzgängerInnen, NobelpreisträgerInnen

Seit Beginn der Reihe waren weit über 1000 ReferentInnen aus allen Kontinenten bei den Wiener Vorlesungen zu Gast, unter ihnen Marie Albu-Jahoda, Hans Albert, Kofi Annan, Jan Assmann, Jean Baudrillard, Ulrich Beck, Cheryl Benard, Bruno Bettelheim, Pierre Bourdieu, Elisabeth Bronfen, Luc Ciompi, Carl Djerassi, Marion Dönhoff, Manfred Eigen, Mario Erdheim, Amitai Etzioni, Valie Export, Marina Fischer-Kowalski, Vilem Flusser, Heinz von Foerster, Viktor Frankl, Peter Gay, Maurice Godelier, Ernst Gombrich, Michail Gorbatschow, Marianne Gronemeyer, Boris Groys, Tamara K. Hareven, Jeanne Hersch, Eric J. Hobsbawm, Werner Hofmann, Ivan Illich, Eva Jaeggi, Verena Kast, Václáv Klaus, Ruth Klüger, Teddy Kollek, György Konrád, Bruno Kreisky, Eva Kreisky, Peter Kubelka, Gudula Linck, Dagmar C.G. Lorenz, Alfred Lorenzer, Niklas Luhmann, Adam Michnik, Hans Mommsen, Gérard Mortier, Helga Nowotny, Max F. Perutz, Uta Ranke-Heinemann, Eva Reich, Marcel Reich-Ranicki, Horst-Eberhard Richter, Sieglinde Rosenberger, Leopold Rosenmayr, Edith Saurer, Edit Schlaffer, Carl Schorske, Margarete Schütte-Lihotzky, Richard Sennett, Peter Sloterdijk, Dorothee Sölle, Gerburg Treusch-Dieter, Paul Watzlawick, Erika Weinzierl, Ernst Ulrich von Weizsäcker, Ruth Wodak, Hilde Zaloscer, Slavoj Zizek, Harry Zohn.

Politische Verantwortung, Planung und Koordination

Zu den Wiener Vorlesungen laden der Bürgermeister der Bundeshauptstadt Wien Dr. Michael Häupl und der Stadtrat für Kultur und Wissenschaft Dr. Andreas Mailath-Pokorny ein. Die planerische Verantwortung liegt seit Beginn der Initiative bei Univ.-Doz. Dr. Hubert Christian Ehalt, der das Projekt mit seinem engagierten Team konzipiert und organisiert.

Allgemeine Informationen:
o Wiener Vorlesungen:
http://www.wien.gv.at/ma07/vorlesungen/next.htm

(Schluss) rar

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