"Kleine Zeitung"-Kommentar: "Korrekturen" (Von Andrea Bergmann)

Ausgabe vom 6. Mai 2002

Graz (OTS) - Die Frage, ob Farbe das (wegen Ärger) ergraute Haar überdeckt, könnte SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer schon bald mit dem Deutschen Gerhard Schröder gemeinsamen haben. Gusenbauer bekam es zum Wochenende neuerlich mit "Ergrauendem" zu tun. Und wieder sorgte Gabi Burgstaller dafür, die nicht irgendwer in der SPÖ ist: Sie führt die Salzburger Partei an, ist stellvertretende Bundesparteichefin, wird als Personalreserve gehandelt - und repräsentiert die Kritiker in der SPÖ. Zuletzt plädierte sie dafür, Gusenbauer als Spitzenkandidat in ein starkes Team einzubetten - und stellte damit deutlich dessen Zugkraft in Frage.

Jetzt warnt Burgstaller vor der voreiligen Festlegung auf einen Wahlkampf, der ausschließlich auf eine rot-grüne Regierungkoalition abziele. Sie will "die Zusammenarbeit mit einer liberalen FPÖ, die nicht am Gängelband des einfachen Mitglieds aus Kärnten hängt", nicht ausschließen. Deutlicher könnte die Korrektur für den Chef nicht sein: Gusenbauer "garantiert", mit der FPÖ keine Regierung bilden zu wollen.

Wenn Burgstaller Offenheit in der Partnersuche zumindest signalisiert, stellt sie sich gegen SPÖ-Fehler der Vergangenheit:
die FPÖ zu stärken, indem man sie ausgrenzt. ****

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