ÖGB-Bachner: Vorwürfe Rauch-Kallats entbehren jeglicher Grundlage

Gegen Lohnnebenkostensenkung, die den ArbeitnehmerInnen ihre soziale Sicherheit kostet

Wien (ÖGB). "Wir weisen die Vorwürfe von ÖVP-Generalsekretärin Rauch-Kallat auf das Schärfste zurück. Unsere Informationsoffensive zu den Lohnnebenkosten hat nichts mit sozialistischer Propaganda zu tun, sondern beruht auf der Tatsache, dass eine Absenkung, wie sie von Wirtschaft und Regierung geplant ist, massive Einschnitte bei der sozialen Absicherung der ArbeitnehmerInnen zur Folge hätte. Das haben im Übrigen auch die beiden Vorsitzenden der ÖAAB-FCG-Fraktion in der AK-Wien und Niederösterreich, Alfred Gajdosik und Alfred Dirnberger erkannt. Sie teilen unsere Linie", reagiert die Leitende Sekretärin im ÖGB, Roswitha Bachner, auf die heutigen Angriffe von Maria Rauch-Kallat gegen den ÖGB.++++

Der ÖGB sei nicht generell gegen eine Lohnnebenkostensenkung, sondern nur gegen jene, wie sie derzeit von Wirtschaft und der Regierung angedacht wird. "Denn die geht klar zu Lasten der ArbeitnehmerInnen", sagt Bachner. "Wir sind jederzeit gesprächsbereit wenn es um eine Umstellung der Finanzierung unseres Sozialsystems auf die Wertschöpfungsabgabe geht. Für arbeitsintensive Betriebe, und damit für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen, würde das auch eine Entlastung bringen, gleichzeitig wäre dadurch unser soziales Netz gesichert", erklärt Bachner.

"Die von der Wirtschaft ins Spiel gebrachten Varianten einer Senkung der Lohnnebenkosten führen dagegen zu einem Sozialabbau und einer Umverteilung nach oben. Das sind im Übrigen die Worte der beiden AK-Vizepräsidenten Gajdosik und Dirnberger, die damit bewiesen haben, dass ihnen die Interessen der ArbeitnehmerInnen ein echtes Anliegen sind. Parteipolitisch missbrauchen lassen sie sich nicht und wir auch nicht - im Unterschied zu den 'Arbeitnehmervertretern' Tancsits und Fasslabend, die sogar ihre 1. Mai-Feier stilgerecht im Haus des ÖVP-Wirtschaftsbundes begangen haben", so Bachner abschließend. (mfr)

ÖGB, 5. Mai 2002 Nr. 404

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