AK Tumpel: IV-Mitterbauer stellt Freibrief für weitere Belastungen für die Arbeitnehmer aus

Entlastung der ArbeitnehmerInnen muss Vorrang haben

Wien (AK) - "Wenn die Industrie von Standortpolitik redet, dann meint sie damit bloß mehr Unternehmens-Gewinne auf dem Rücken der Arbeitnehmer", kommentiert AK Präsident Herbert Tumpel die Aussagen von IV-Präsident Peter Mitterbauer in der heutigen Fernseh-Pressestunde. Es gäbe keinen Grund für eine Senkung der Unternehmens-Besteuerung und der Lohnnebenkosten. "Egal ob Ambulanzgebühren, Studiengebühren, höhere Steuern aufs Auto oder Steuern auf Unfallrenten - den Hauptteil der Belastungen der vergangenen beiden Jahre haben die Arbeitnehmer getragen, daher müssen sie auch entlastet werden", sagt Tumpel. Der AK Präsident warnt auch davor, die Abfertigung neu als "stille Pensionsreform" zu betrachten. Die ArbeitnehmerInnen wollen die Wahlfreiheit bei der Verwendung der Abfertigung und müssen sie auch bekommen, fordert Tumpel. Daher darf die Abfertigung nicht als Teil der Pensionsvorsorge dargestellt werden. Bei der wichtigsten Zukunftsfrage, nämlich der Aus- und Weiterbildung sei Mitterbauer zu wenig konkret gewesen, kritisiert Tumpel: "Gerade die Industrie hat 2001 im Vergleich zu 1991 um fast ein Drittel weniger Lehrlinge ausgebildet, hier soll die Industriellenvereinigung einmal ansetzen", sagt der AK Präsident, "und die Wirtschaft muss mehr Arbeitnehmern die Chance auf eine Weiterbildung im Betrieb geben." Mit der Unterstützung und Ankündigung weiterer Kürzungen im Sozialbereich habe IV-Präsident Mitterbauer "der Regierung einen Freibrief für weitere Belastungen für die Arbeitnehmer und eine weitere Umverteilung zu Gunsten der Wirtschaft ausgestellt", kritisiert AK Präsident Tumpel. ****

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