"profil": Studie über Kosten durch Oper im Theater an der Wien

Betriebsberatungsgesellschaft Infora errechnet Mehrkosten von 20 Mio. Euro durch Opernbetrieb im Theater an der Wien - Studie wird kommende Woche an Bürgermeister und Stadträte übergeben

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Monatg erscheinenden Ausgabe berichtet, wird die Betriebberatungsgesellschaft Infora kommende Woche eine Studie über die Kosten einer Umstellung der Bespielung des Theaters an der Wien auf Opernbetrieb an Bürgermeister Michael Häupl sowie Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny und Finanzstadtrat Sepp Rieder übergeben. Die Studie wurde im Auftrag der Vereinigten Bühnen Wien erstellt.

In der Studie wurden folgende Modelle untersucht: eine völlige Umstellung, eine 75-prozentige Bespielung mit Oper oder eine Teilung zwischen Oper und Musical.

Infora prüfte Berechnungen von Staatsoperndirektor Ioan Holender, der das Haus bespielen möchte. Holender ist zu dem Schluss gekommen, dass eine vollständige Umstellung ohne zusätzlichen Subventionsaufwand (derzeit rund 15 Mio. Euro) möglich sei. Die Staatsoper würde das Theater im Stagione-Betrieb mit 150 Vorstellungen bespielen.

Die Wiener Festwochen gelangten zu ähnlichen Zahlen, die Infora ebenfalls zur Verfügung standen: Für 11 bis 15 Mio. Euro sei eine Bespielung im Stagione-Betrieb auf höchstem Niveau möglich, hatten die Festwochen kalkuliert.

Beide Prognoserechnungen unterscheiden sich deutlich von den Annahmen der Vereinigten Bühnen, die bei einer Umstellung des Theaters an der Wien auf Opernbetrieb einen Subventionsbedarf zwischen 25 und 30 Mio. Euro ermittelt hatten.

Infora kommt laut "profil" zu dem Ergebnis, dass eine vollständige Umstellung auf Opernbetrieb deutlich höhere als die von Staatsoper und Festwochen errechneten Kosten verursachen würde. Die Betriebsberater gehen von einem jährlichen Subventionsbedarf in der Größenordnung von 20 Mio. Euro aus. Eine Umstellung könnte frühestens 2006 erfolgen. Bis dahin sind die nächsten Musical-Premieren bereits fixiert.

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"profil"-Redaktion

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