Fiedler: Leitl-Strobl Vorschlag für zweierlei Öffnungszeiten verfassungsrechtlich nicht haltbar

SPÖVP-Landeshauptleute haben Raumordnung verboxt

Salzburg, 03.05.02 (OTS) Der Vorschlag Leitls, für kleine Einzelhändler andere Öffnungszeiten wie für die Multis einzuführen, sei ein "alter Hut" und vollkommen unpraktikabel, sagte heute die Bundessektionsobmann-Stellvertreterin für den Handel in der Wirtschaftskammer Österreich, Mag. Dorothea Fiedler. Daran ändere auch nicht, daß der Vorschlag vom Obmann des sozialistischen FWV bejubelt werde.****

"Die Vernichtung der Nahversorgung und der KMU-Einzelhändler ist vielmehr das Produkt der ÖVP-SPÖ Landeshauptleute, welche mit einer vollkommen verfehlten Raumordnung das Ausufern der Einkaufszentren vorangetrieben haben", so Fiedler. In Salzburg so wie in anderen Bundesländern sei z.B. der SPÖ-Bürgermeister "Hauptbetreiber" der EKZ-Vergrößerungen.

Strobls Binsenweisheit, daß Familienunternehmen das Gros der Klein-und Mittelbetriebe bilden, mache den Vorschlag von zweierlei Öffnungszeiten nicht intelligenter. Das deshalb, weil vor jedem Verfassungsgericht der Welt nicht zweierlei Maß anerkannt werde. Folge davon wäre so Fiedler, daß bei Sonderregelungen für KMU´s mittelfristig der Nacht- und der Sonntagsöffnung Tür und Tor geöffnet würde. Es wäre daher zu empfehlen, über den Tag hinaus zu denken, und beispielsweise für jene, welche ihre Infrastruktur auf der "grünen Wiese" vom Steuerzahlen berappen lassen, eine Verkehrsanschlussabgabe einzufordern.

"Was die Öffnungszeiten anbelangt, sind die 72 Stunden pro Woche -keine Sonntagsöffnung - von Montag bis Freitag bis maximal 19.30 Uhr und Samstag bis 17 Uhr wohl die praktikabelste Lösung", schloß Fiedler.

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