Wahlkampffinale der Wiener Gemeindebediensteten

Hat die Fraktion sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) kalte Füße oder was? Wien (OTS) - Die Wiener Gemeindebediensteten wählen am 8. Mai (Vorwahltage in einigen Dienststellen: 5. 6. 7. Mai) ihre Personalvertretungs-, Gewerkschafts- und Behindertenvertrauenspersonen. Es ist erstaunlich mit welchen Mitteln die sozialdemokratischen GewerkschafterInnen an ihrem Machterhalt arbeiten. Obwohl sie sich im Besitz einer 76%-Mehrheit befinden und daher über einen gigantischen personellen und finanziellen Ressourcenvorsprung verfügen, greifen sie zu äußerst unfairen Auseinandersetzungsformen.

Beispiel 1: MitarbeiterInnenbefragung des Wiener

Krankenanstaltenverbundes

Der Wiener Krankenanstaltenverbund hat im vergangenem Jahr eine große MitarbeiterInnenbefragung durchgeführt. Die Ergebnisse liegen der zuständigen gewerkschaftlichen Hauptgruppenführung seit Wochen vor. Diese Führung (alles FSG-Mitglieder) hat aber trotz mehrmaliger Aufforderung den Fraktionen keine Kopie der Ergebnisse überlassen. Dies ist alleine schon deshalb ein skandalöses Vorgehen, weil die Spitzenvertreter der FSG mit den Ergebnissen von Dienststelle zu Dienststelle ziehen und sich dabei mit ihrem unfair einbehaltenen Informationsvorsprung als besonders gut informierende GewerkschafterInnen präsentieren.

Solche Spiele kennen wir natürlich seit vielen Jahren. Besonders beeindruckt aber, dass scheinbar auch der Dienstgeber mitspielt und eine derartige Umfrage just so vor Gewerkschaftswahlen abhält, dass sich der Dienstgeber in einer um seine MitarbeiterInnen besorgten Weise zeigen kann (das trifft natürlich auch auf SPÖ-PolitikerInnen zu) und die Gewerkschaftsführenden der FSG dann noch von der erhöhten Publizität profitieren. Zusammenfassend kann man dies also als perfektes Zusammenspiel der SPÖ-VertreterInnen in Rathaus und Krankenanstaltenverbund und der FSG bezeichnen.

Beispiel 2: Flugblatt der FSG - Mai 2002

Die FSG hat es jetzt plötzlich notwendig, wegen der Aussage des VP-Obmannes von Wien zu den Gehaltsverhandlungen aufzutreten und in Flugblättern die FCG dafür in die Verantwortung zu nehmen.

Dies ist deshalb unfair, weil die FSG-Vertreter genau wissen, dass uns dabei nichts vorzuwerfen ist. Bei den Gehaltsverhandlungen war die FCG - DIE PARTNER als Teil des gewerkschaftlichen Verhandlungsteams mit dabei. Wir haben mitverhandelt und diesen Abschluss auch mit beschlossen, sowohl in der Verhandlungsrunde im Magistrat als auch im gewerkschaftlichen Gremium des Wiener Vorstandes.

Unsere Gewerkschaftsfraktion findet diesen Abschluss nicht zu üppig, ganz im Gegenteil! Wir sind auch nicht verantwortlich für Aussagen von irgendwem. Auch nicht für Aussagen des DDr. Görg. Das haben wir in einer APA Aussendung am 15. Jänner 2002 auch deutlich zum Ausdruck gebracht - der Kurier berichtete.

Der Vorsitzende der GdG Wien Rudi Hundstorfer hat sich bei besagtem Wiener Vorstand auch bei der FCG Vorsitzenden Beate Steiner für die klare Distanzierung bedankt.

Die FCG-Vorsitzende Beate Steiner kritisiert das Vorgehen der FSG entschieden. Mit einem Augenzwinkern meint sie aber, dass die Machtdemonstrationen und die plötzlichen Erinnerungslücken darauf hinzuweisen scheinen, dass wir gut im Rennen liegen und die FSG daher in die nächste Lade darunter greifen muss.

Rückfragen & Kontakt:

Fraktion christlicher Gewerkschafter
in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten Wiens
Kurt OBERMÜLNER
Tel.: 0676 70 68 511

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