Zur zukünftigen Kooperation in Natura 2000-Gebieten

Onodi: Konstruktives Miteinander statt Gegeneinander

St.Pölten (NLK) - In den letzten Monaten fanden niederösterreichweit Gespräche mit Gemeinden und regionalen Interessensvertretern der Wirtschaft, Land- und Forstwirtschaft statt, bei denen die kontinentalen Natura 2000-Gebiete vorgestellt und diskutiert wurden. Im Zuge dieser Informationsoffensive wurden von der NÖ Naturschutzabteilung über 1.400 fachliche Stellungnahmen bearbeitet, 3.000 telefonische Anfragen beantwortet und 170 Informationsveranstaltungen bzw. Gespräche vor Ort abgehalten.

In Hundsheim präsentierte nun Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi heute ein Modell der zukünftigen Kooperation in den Natura 2000-Gebieten auf Basis der Managementpläne, in denen sowohl die Schutzziele für jedes Schutzobjekt präzisiert als auch wirtschaftliche Rahmenbedingungen dokumentiert sind. "Bei der Wahl der Schutzmaßnahmen macht die EU keine Vorschriften. Wir stimmen die Schutzmaßnahmen auf die regionalen Gegebenheiten ab, um eine bestmögliche Akzeptanz zu erzielen", so Onodi.

Zehn Planungsbüros werden vorerst für ein Jahr die Betreuung übernehmen, danach sollen die Karten in Abstimmung mit den Gemeinden neu gemischt werden. Angelegt werden die Managementpläne als jederzeit aktualisierbare Ringmappe, die für zukünftige Aktivitäten und Festlegungen eine gut und verlässliche Orientierung geben sollen. Auch die Vorgangsweise des freiwilligen partnerschaftlichen Vertragsnaturschutzes will man in den Natura 2000-Gebieten konsequent weitergehen.

"Es wird ein konstruktives Miteinander und kein Gegeneinander. Nur so kann der Schutz der Natura 2000-Gebiete von der betroffenen Bevölkerung der jeweiligen Region wirklich mitgetragen und gestaltet werden. Naturschutz ist anders nicht nachhaltig umsetzbar", so Onodi abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: 02742/9005-12794

Niederösterreichische Landesregierung

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK