Hypo Alpe-Adria-Bank expandiert in Bosnien-Herzegowina

100 Millionen KM Investition in der Republika Srpska

Klagenfurt (OTS) - Das internationale Finanzinstitut Hypo Alpe-Adria-Bank AG mit Sitz in Klagenfurt setzt seine Expansionstätigkeit am Balkan fort. Durch den Erwerb von 75,55 % der Kristal Banka AD setzt das Institut nun auch einen bedeutenden Schritt in den serbischen Teil Bosnien-Herzegowinas, nämlich in die Republika Srpska.

Der Preis für den Mehrheitsanteil an der Kristal Banka mit Sitz in Banja Luka betrug 1 Euro. Das seitens der Hypo Alpe-Adria-Bank für das Jahr 2002 garantierte Investitionsvolumen in Bosnien-Herzegowina beläuft sich im Gegenzug dazu auf 100 Millionen Konvertible Mark, wodurch der Hypo-Konzern, wie der Vorstandsvorsitzende und Speaker der Hypo-Gruppe, Dr. Wolfgang Kulterer, bekanntgab, einen Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung der stark getroffenen Region leisten möchte. Erste Nutznießer dieser Investition sind die Mitarbeiter der Bank, denn sie erhalten heute erstmals nach 3 Monaten wieder ihr Gehalt regulär ausbezahlt.

Kristal Banka AD - Member of the Hypo Group

Die Kristal Banka AD firmiert ab sofort unter der in Bosnien-Herzegowina mittlerweile bestens bekannten Hypo-Flagge als KRISTAL BANKA - Member of the Hypo Group. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Banja Luka, verfügt über insgesamt 23 Filialen in der gesamten Republik Srpska und beschäftigt derzeit 370 Mitarbeiter. Die Bilanzsumme des Institutes beträgt zum 31.03.2002 57,1 Millionen Euro.

Das neuerworbene Unternehmen wird den Österreich-Stempel jedoch nicht nur im Logo tragen. Apropos Logo: das Markenzeichen wird in lateinisch geschrieben, die kyrillische Schrift musste dem Hypo-Standard weichen. Den Strategien der Hypo-Gruppe folgend wird das Management unter dem Vorsitz von Vorstandsdirektor Mag. Günter Striedinger, der für die Aktivitäten in den Nicht-EU-Ländern des Hypo-Konzerns verantwortlich ist, stehen. Unterstützt wird Striedinger von einer Gruppe weiterer Österreicher, die sowohl Know-how als auch österreichische Hypo-business-Kultur in die jüngste Tochter des Konzern tragen sowie moderne, internationale Standards implemetieren sollen.

Hypo Alpe-Adria-Bank in Bosnien-Herzegowina

Bereits im vergangenen Jahr 2001 hat der Hypo-Konzern in Bosnien-Herzegowina die ehemalige Auro-Banka mit Sitz der Direktion in Mostar und einem flächendeckenden Vertriebsnetz mit 26 Filialen übernommen. In nur einem Jahr konnte die Hypo Alpe-Adria-Bank d.d. die Bilanzsumme von 60,0 Millionen Euro um 99,9 % auf 120,1 Millionen Euro steigern. Zum 31.03.2002 beträgt die Bilanzsumme bereits 150,6 Millionen Euro. Hier gelang es der Hypo Alpe-Adria-Bank, das "ererbte" negative Ergebnis von 10,09 Millionen im Jahr 2000 umzukehren und bereits im Jahr 2001, im ersten Jahr der operativen Tätigkeit, schwarze Zahlen zu schreiben und einen Jahresgewinn von 140.000 Euro erwirtschaften. Zum 31.3.2002 sind es bereits 3,5 Millionen Euro.

Mit dem Erwerb der Kristal Banka AG verfügt die Hypo in Bosnien-Herzegowina nunmehr über 50 Filialen und mehr als 500 Mitarbeiter. Damit gehört die Hypo Alpe-Adria-Bank zu den drei größten Banken in Bosnien-Herzegowina.

Zwtl.Expansion nach Serbien

Laut Vorstandsdirektor Dr. Kulterer plant der Hypo-Konzern auch schon seine ersten Schritte in das an Bosnien-Herzegowina angrenzende Serbien zu setzen. Den traditionellen Hypo-Strategien folgend wird das business in dem von der Hypo neu zu erobernden Staat Serbien mit einer Leasing-Gesellschaft gestartet. Mit Juli dieses Jahres soll das operative Geschäft in der bereits gegründeten Hypo Leasing Serbien voll anlaufen. Das Interesse seitens serbischer Kunden übersteigt bereits jetzt alle Erwartungen.

Daten und Fakten zu Bosnien-Herzegowina

Bosnien-Herzegowina grenzt im Norden und Westen an Kroatien, im Osten an Serbien und im Süden an Montenegro. Der Landesname leitet sich vom Fluß Bosna ab, der die Hauptstadt Sarajevo durchfließt. Der zweite Teil geht auf den Herrschertitel "Herzog" (Herzegowina=Herzogsland) zurück.

Währung: Konvertible Mark (KM), 1 Euro = 1,95583 KM Bevölkerung: 3 838 000
Bevölkerungsdichte : 75,1 Menschen je km2
Ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung: Muslime 49.2%; Serben 31.3%; Kroaten 17.3%

Größte Städte: Sarajevo (1997) 360,000; Banja Luka 143,079; Zenica 96,027; Tuzla 83,770; Mostar 75,865

Geschichte: Die Bevölkerung, zusammengesetzt aus Serben, Kroaten und Mohammedanern, stand mit dem Ende des Kommunismus einer Konfliktsituation gegenüber. Bosnien-Herzegowina erklärte seine Souveränität im Oktober 1991 und danach, im März 1992, seine Unabhängigkeit. Die Ablehnung durch die bosnischen Serben bewirkte eine Intensivierung und Ausdehnung des Krieges auf das gesamte Territorium, wobei die 3 großen ethnischen Gruppen einander gegenüberstanden. Die Situation hat sich seit 1995 nach dem diplomatischen und militärischen Eingreifen des Westens nach und nach entspannt. Am 21. Dezember wurde im Abkommen von Dayton der Verlauf der bosnischen Grenzen festgeschrieben. Das Land ist zweigeteilt, in einen kroatisch -muslimischen und, im Norden, einen serbischen Teil. Die NATO entsendet 20.000 Soldaten zur Einhaltung des Abkommens, gleichzeitig beginnt ein Prozess des Wiederaufbaus. Sarajevo, die zum Symbol gewordene Stadt, wird am 19. März 1996 wiedervereinigt. Durch den Krieg wurden insgesamt mehr als 4,5 Millionen Menschen in Bosnien aus ihren Heimatregionen vertrieben. Seit 1995 erhielt das Anfang der 90er Jahre im Balkankrieg zerstörte Bosnien-Herzegowina insgesamt 5,1 Mrd Dollar Aufbauhilfe.

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