Konecny zum 8. Mai: Moralische Verpflichtung gegenüber NS-Opfern in politisches Handeln umsetzen

Gegen Provokation der Demokratie durch Trauerkundgebung

Wien (SK) In seiner Rede am Freitag vor dem Bundesrat, die im Anschluss an die Gedenkveranstaltung der Bundesversammlung für die Opfer des Nationalsozialismus abgehalten wurde, rief der Vorsitzende der SPÖ-Bundesratsfraktion, Albrecht K. Konecny, dazu auf, die moralische Verpflichtung gegenüber den NS-Opfern auch in praktisches politisches Handeln umzusetzen. Der 8. Mai sei ein Datum, das die Entwicklung zum demokratischen friedlichen Europa erst ermöglicht habe. Es ist mit Sicherheit kein Tag der Trauer", so Konecny. ****

"Wenn diese Republik die Gedenkveranstaltung ernst nimmt, dann kann sie es nicht hinnehmen, das all diese Parolen wiederauferstehen, die über dieses Land und den gesamten Kontinent Unheil und Leid gebracht haben", betonte Konecny, der in diesem Zusammenhang die Absenz des Innenministers zutiefst bedauerte. "Es wäre durchaus zu erwarten gewesen, dass der Innenminister von sich aus vor der zweiten Kammer des Parlaments eine Erklärung abgibt, wie die Sicherheitsbehörden beabsichtigen, die drohenden Auseinandersetzungen zu handhaben", sagte Konecny.

"Wir sollen uns nicht eben nur dann zusammenfinden, wenn wir zu gedenken beabsichtigen, sondern gerade dann, wenn die Gegner der Demokratie auftreten. Es muss klar gesagt werden: Die Abhaltung einer Trauerkundgebung am 8. Mai am Heldenplatz ist eine Provokation der Demokratie und der Republik. Sie ist eine Provokation für Opfer, Überlebende und Tote. Und diese Provokation darf es in unserem Land nicht geben", schloss Konecny. (Schluss)hm/cb

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