Prammer zu Schüssels Job-Offensive: Regierungspolitik geht in andere Richtung

Wien(SK) Als "goldene Worte, aber ohne größeren Gehalt an Glaubwürdigkeit", bezeichnete am Freitag SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer die Ankündigung von Bundeskanzler Schüssel gestern in der "Zeit im Bild", die Frauenerwerbsquote um sechs Prozent auf 65 Prozent steigern zu wollen. "Die Maßnahmen der Regierung sprechen eine andere Sprache", so Prammer.****

"In Zeiten des Mangels an qualifizierten Arbeitskräften entdeckt man wieder die Frauen. Bezüglich der Rahmenbedingungen, die notwendig sind, um Familie und Beruf besser zu vereinbaren, wurde aber nichts getan - oder eher der Weg zurück eingeschlagen", kritisierte Prammer. So sei vom dringend nötigen Ausbau der Kinderbetreuungsplätze nichts zu bemerken.

"Eine Fortsetzung der Bundeszahlungen für die Kinderbetreuungsplätze ist dem Fetisch Nulldefizit genauso zum Opfer gefallen, wie AMS-Mittel, die für Weiterbildung und Wiedereinstieg von den Versicherten einbezahlt wurden", erklärte Prammer. "Vor diesem Hintergrund vollmundig von einer Steigerung der Frauenerwerbstätigkeit zu sprechen, ist reine Ankündigungspolitik", sagte Prammer abschließend. (Schluss) up

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK