Grüne: Keine dritte Müllverbrennungsanlage in Wien

Wien, (OTS) Die Grünen üben massive Kritik an der Errichtung einer Müllverbrennungsanlage in Simmering, diese sei nicht notwendig, betonte GR Mag. Rüdiger Maresch am Freitag in einem Pressegespräch der Grünen. Er verwies auch auf die strategische Umweltprüfung, die ergeben habe, dass sich für eine große Anlage keine Mehrheit finde. Es sei unbürokratisch, dass es keine Diskussion mit den Bürgern gegeben habe. Aus diesem Grund werden die Grünen an 15.000 Simmeringer Haushalte Folder schicken, Veranstaltungen im Bezirk durchführen und eine breite Diskussion mit der SPÖ in Gang bringen.

Als richtigen Weg zu einer ökologischen Abfallwirtschaft bezeichnete Maresch die Ausdehnung der Bioabfallsammlung. Dadurch könnten 50.000 Tonnen Müll pro Jahr "gespart" werden. Auch die getrennte Sammlung von Verpackungsabfällen und die Förderung innovativer Projekte wären der richtige Weg. Die Umsetzung dieser und weiterer Maßnahmen würde zumindest 11 Millionen Euro kosten, diese Summe sollte durch ein zusätzliches Müllvermeidungsbudget aufgebracht werden. Im Gegenzug könnte auf die Errichtung einer weiteren MVA, die um ein vielfaches teurer käme, verzichtet werden.

Eine Müllreduktion von 100.000 Tonnen würde, so Maresch, den Bau einer dritten Müllverbrennungsanlage grundsätzlich überflüssig machen. Wie er hinzufügte, sollte die Anlage am Flötzersteig nur noch eine begrenzte Lebensdauer haben. Danach wäre es sinnvoll, eine möglichst kleine, modernst ausgestattete Müllverbrennungsanlage zu errichten. Über den Standort dieser neuen Anlage sollte eine breite Diskussion geführt werden.

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