Aviso: In einem Monat - Schattengarten á la Giverny in Kagran

Garten nach dem Impressionisten Claude Monet Willkommen zur Eröffnung am Donnerstag 6. Juni, 13.00 -18.00 Uhr

Wien, (OTS) Der Garten des berühmten Malers Claude Monet in Giverny (Frankreich) war die Grundlage bei der Errichtung des "Impressionistischen Schattengartens" im Schulgarten Kagran. Inspiriert durch den Charme der französischen Anlage entstand in Kagran zwischen 1999 und 2002 ein Wiener Pendant, dass sich nicht als pure Nachahmung, sondern als eigenständiger Lehrgarten sieht.

Schon vor der Umgestaltung war dieser, in seinen Grundzügen in den 60er Jahren des 20.Jahrhunderts entstandene Garten (wenn gleich der Baumbestand weit älter ist), dem Wassergarten von Giverny ähnlich. Ebenso wie in Monets Garten wird die "Japanische Brücke", eines jener Motive, das zu den bekanntesten in der impressionistischen Malerei zählt, von einer uralten Trauerweide und einer Blutbuche gesäumt. Der Charme der "Belle Epoque" ist besonders in der Freiluftklasse, die mit den charakteristischen Bänken in grünblauer Farbe bestückt ist, zu spüren.

Zwischen April und September bildet ein imposantes Farbenspiel aus immer neuen Kombinationen einen Rahmen rund um den Seerosenteich. Bambus und Seerosen, Iris und Mohn, Glyzinie und Rosen verbreiten einen Hauch von "Giverny an der Donau".

Der Übergang in den Rest des zirka zwei Hektar großen Landschaftsgeländes ist nicht abrupt. Ein waldähnliches Grundstück bildet mit einer reichen Auswahl an Schattenstauden, vorwiegend Storchschnabel einen sanften Übergang, zwei Rosenbögen im Cottagestil bilden den Eingang zum Garten. Am anderen Ende bildet ein Mosaikbild mit der Blumengöttin Flora vom Meister Leherb das Entree. Die Lieblingsrose Monets, die vor seinem Schlafzimmerfenster wächst und die er stets als erstes sah wenn er aufstand, steht im grünblauen Rosenbogen. Es ist die Sorte "Mermaid", eine einfachblühende, großblütige, gelbe Rose.

Kaum könnte man glauben, dass auch höchst praktische Gründe für die Errichtung der Brücke und somit des Gartens maßgebend waren. Wie schon erwähnt, haben die Bäume am Gelände ein Alter von 90 Jahren und mehr. Kein Wunder also, dass manche bereits brüchig und altersschwach sind. So kann man auch den Zustand der Trauerweide bezeichnen - die Gefährdung von SchülerInnen und BesucherInnen wäre zu groß, würde man sich unter der Krone aufhalten. Anderseits bietet sie Wohnraum für Vögel, Fledermäuse, Insekten und andere Tiere. Es war uns also nicht nur ein gestalterisches Anliegen den Baum zu erhalten, auch Belange des Umweltschutzes waren zwingender Grund.

Nicht nur der Umweltschutz war Thema für die Ausbildung der Lehrlinge. Die richtige Verwendung von Stauden, ebenso wie die Beschäftigung mit Farbe als Gestaltungsmittel waren Thema im Unterricht und in den Fachstunden. Im Rahmen eines Projektes, dessen Ergebnis man beim Folientunnel 1 sehen kann, beschäftigten sich Burschen und Mädchen des 3.Lehrjahres intensiv mit der "Farbe im Garten". Auf diese Weise wurden für unsere SchülerInnen die Gärten der großen französischen ImpressionistInnen "wieder lebendig".

Je länger man verweilt, desto mehr wird man verzaubert sein. Spazieren Sie durch den Kagraner Teichgarten und lassen Sie sich inspirieren vom Geist der Impressionisten. Bienvenu!

o Parkeröffnung: Donnerstag 6. Juni 2002 im Rahmen des "Tages der offenen Gartentür" im Schulgarten
Adresse: 22.,Donizettiweg 29 (neben U1-Kagran), Tel. 203 21 13
http://www.wien.gv.at/ma42/parks/schul.htm
Eintritt frei!

rk-Fotoservice: http://www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) rat

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Franz Ratzka
Stadtgartenamt (MA 42)
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