Neue Gewerbeordnung gegen die Interessen Österreichs!

Wirtschaftskammer-Vizepräsident Haiden fürchtet um Qualität heimischer Produkte

Wien (OTS) - Auf Widerstand und Kritik stößt die jüngst im Ministerrat beschlossene Novelle zur Gewerbeordnung bei Rene Alfons Haiden, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich und Präsident des Freien Wirtschaftsverbandes (FWV): "Diese Liberalisierung schießt weit über das Ziel hinaus und sorgt dafür, dass wir in der EU alleine dastehen. Statt dieser Novelle sollte die Qualität heimischer Produkte gefördert werden, um den Wirtschaftsstandort zu stärken und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stützen."

Österreich droht durch die "Liberalisierung ohne Wenn und Aber", durch den Wegfall aller Schranken zum Handelsgewerbe, eine gefährliche Entwicklung. "Im Gegensatz dazu treten wir vehement dafür ein, die so genannte duale Ausbildung (Praxis plus Berufsschule) beizubehalten und verlangen, dass auch in Zukunft ein Lehrabschluss nötig ist, um zur Meisterprüfung antreten zu können", betont Rene Alfons Haiden. "Sonst entfällt für viele Jugendliche der Anreiz, eine qualifizierte Lehrausbildung zu machen und das wäre eine Gefahr für die fachliche Qualität heimischer Produkte." Und damit auch eine erhebliche Verschlechterung für die Konsumenten ...

Ein weiteres Argument für die Ablehnung der Gewerbeordnungs-Novelle von Minister Bartenstein ist die neue Regelung bei Konkursen. Der Wirtschaftsminister möchte, dass Unternehmer, die ihre Firma in die Pleite führen, sofort nach dem Konkurs wieder einen Betrieb eröffnen können - gleichgültig, wie es zu der Pleite gekommen ist und ob sie dafür verantwortlich gemacht werden.

"Es gibt keinen Grund, warum Österreich hier vorprescht", betont Haiden. "Ohne Unternehmer anklagen zu wollen, aber laut Daten des KSV entstehen 60 % der Insolvenzen durch Fehlverhalten der Unternehmer. Daher ist es wichtig, erst einmal die Sachlage aufzuklären." Denkbar sei für Haiden höchstens, den Konkurs als Gewerbeausschließungs-Grund für jene Fälle abzuschaffen, in denen die Insolvenz schon mehrere Jahre zurückliegt.

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Hans Steiner
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