LH Haider appelliert: Land nicht krankjammern, sondern konstruktiv mitarbeiten

Kärntens wirtschaftliche Position kontinuierlich im Aufwind -Beschäftigten- und Arbeitslosenzahlen besser als in anderen Bundesländern - Bei Kaufkraft drei Bundesländer überrundet - Wachstum über Österreichschnitt

Klagenfurt (LPD) - Landeshauptmann Jörg Haider richtete heute einen dringenden Appell an die Regierungskollegen, das Land und seine wirtschaftliche Situation nicht länger krankzujammern. Es sei eine Tatsache, dass Kärnten durch Technologie-, Bildungs- und Tourismusoffensiven eine Aufwärtsentwicklung nimmt und weit besser dastehe als in den Jahren vor 1999. Haider fordert das Ablegen ideologisch gefärbter Parteibrillen und die Rückkehr zur Sachlichkeit. Alle seien gefordert, konstruktiv mitzuarbeiten, um den Positivtrend zu verstärken, Kärnten weiter nach vorne zu bringen, wie dies auch zahllose Unternehmer und Arbeitnehmer im Interesse des Landes tun.

Ein Blick auf die Beschäftigten- und Arbeitslosen-Statistik beweise Kärntens überaus gute Position ganz deutlich, so Haider, der auf die einzelnen diesbezüglichen Jahresbilanzen verwies.
1998 gab es 189.525 Beschäftigte, das entsprach einem Plus von 0,3 gegenüber dem Vorjahr. 1999 stieg die Zahl der Beschäftigten bereits auf 191.035, was einem Plus von 0,8 Prozent gleichkam. Im Jahre 2000 konnte die Zahl der Beschäftigten weiter gesteigert werden, nämlich auf 192.212. Dies war wiederum ein Plus von 0,6 Prozent. Einen historischen Höchststand bei der Beschäftigtenentwicklung gab es im Vorjahr. 2001 wurden 192.780 Beschäftigte gezählt, was gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von plus 0,3 Prozent bedeutete.

Parallel dazu konnte die Zahl der Arbeitslosen erfolgreich gesenkt werden. 1998 wurden 18.251 Arbeitslose gezählt und somit ein Minus von 2,1 registriert. 1999 konnte die Zahl stark auf 17.385, das sind 4,7 Prozent, gesenkt werden. Im Jahr 2000 gab es mit 10,9 Prozent den stärksten Rückgang an Arbeitslosen. 15.486 Arbeitslose wurden gezählt, ein Tiefststand wie es diesen bis ins Jahr 1992 zurück nicht gegeben hatte. 2001 stieg wie allgemein auch in Kärnten die Zahl der Arbeitslosen wieder an, es wurden 15.917 Arbeitslose gezählt. Nur in Kärnten war die Zunahme an Arbeitslosigkeit mit Plus 2,8 Prozent verglichen mit anderen Bundesländern (etwa NÖ und Salzburg plus 7,1 Prozent; Burgenland plus 5,8; Wien 6,4; Tirol 6,3) überaus gering. Kärnten hatte im Jahr 2001 um über 2.200 Arbeitslose weniger als Ende 1998, dafür aber über 3.300 Beschäftigte mehr.

Die vorgezogenen Infrastruktur- und Straßenbauprojekte und Konjunkturpakete haben für eine deutlich bessere Beschäftigungssituation als in anderen Bundesländern gesorgt, erklärte Haider, der auch auf den erstmals so massiv erfolgten Schuldenabbau des Landes hinwies.

Auch renommierte Wirtschaftsforscher stellen Kärnten ein gutes Zeugnis aus und sehen das Land im Aufwind und weiter auf Zukunftskurs. Laut einer Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS) hat Kärnten hinsichtlich der Kaufkraftentwicklung längst seine Schlusslichtposition abgegeben. Kärnten hat Burgenland, Steiermark und Niederösterreich überrundet und ist dabei, auch Salzburg zu überholen. IHS-Chef Bernhard Felderer hob jüngst die ausgezeichnete Entwicklung bei der Sachgüterproduktiojn und Bruttowertschöpfung hervor. Industrie- und Dienstleistungssektor würden stark wachsen, so Felderer. Er machte auch deutlich, dass das Wachstum in Kärnten über dem Österreich-Schnitt liegt. Zudem habe es in Kärnten bei der Bauwirtschaft ein Wachstum gegeben, während diese österreichweit stagnierte.

Auch Univ. Prof. Michael Steiner vom Joanneum Research (Graz) sieht Kärnten im Aufholprozess begriffen. Er bestätigte, dass Kärnten bei den Forschungsausgaben österreichweit nach Vorarlberg bereits an zweiter Stelle liege, wodurch der Wirtschaftsstandort weiter aufgewertet werde.

Kärnten habe eine Fülle von wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gesetzt, die sich positiv auswirken und deutlich zeigen, dass sich das Land im Reigen der übrigen Bundesländer überaus erfolgreich schlägt, unterstrich der Landeshauptmann. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Landespressedienst
Tel.: (0463) 536-2852
http://www.ktn.gv.at/index.htmlKärntner Landesregierung

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL/NKL