Life Science Austria - The Next Generation

Intensivierung der Förderung heimischer Forscher/innen auf ihrem Weg in die Wirtschaft

Wien (OTS) - Die Positionierung des Life Science Standortes Österreich soll weiter vorangetrieben werden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeitunterstützt den Ausbau der Start-up-Szene durch die Ausweitung des erfolgreichen Impulsprogramms Biotechnologie: Das neue Programm Life Science Austria (LISA) fungiert als "One-Stop-Shop" für Wissenschaftler/innen und Forscher/innen, die an der kommerziellen Verwertung ihrer Ergebnisse durch Firmengründung oder Patentierung interessiert sind. Weitere Schwerpunkte von LISA sind Schulungen sowie die Verbesserung der Finanzierungsmöglichkeiten in der Vorgründungsphase.

Life Science Austria (LISA) ist bei der Innovationsagentur in Wien angesiedelt und versteht sich als konsequente Weiterentwicklung des Impulsprogramms Biotechnologie, das 1999 von BMWA und bm:bwk gemeinsam initiiert wurde. Die Gründung zahlreicher Biotech-Start-ups in Österreich wurde ebenso gefördert wie die Etablierung von Netzwerken zur Unterstützung der Kommerzialisierung der Forschung. Dadurch konnte die internationale Positionierung des Biotech-Standortes Österreich entscheidend vorangetrieben werden. Einen wesentlichen Beitrag zu dieser positiven Entwicklung hat der im Vorjahr vom Impulsprogramm und dem Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) durchgeführte länderübergreifende Businessplan-Wettbewerb "BOB - Best of Biotech" geleistet: Sieben Wettbewerbsteilnehmer haben bereits Unternehmen gegründet, weitere vier Gründungen aus BOB stehen an. Auf Grund dieser hervorragenden Resultate wird BOB im Herbst 2002 in die zweite Runde gehen.

Erfolgreiches Programm wurde erweitert

Die positiven Ergebnisse und die Empfehlung des Rates für Forschung und Technologieentwicklung haben das BMWA bewogen, die Aktivitäten im Bereich Biotechnologie auf das gesamte Gebiet der Life Sciences einschließlich Medizin- und Verfahrenstechnik auszudehnen. LISA ist die zentrale Beratungs- und Koordinationsstelle für Forscher/innen und Unternehmen aus dem Bereich Life Sciences und bietet Unterstützung in Fragen der Patentierung bzw. Patentvermarktung, der Unternehmensgründung und Finanzierung. Gegenüber dem Vorläuferprogramm wird auch der Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten in der Vorgründungsphase verbessert. Mit seinen Netzwerken und einem erweiterten Angebot an Beratung und Ausbildung ist Life Science Austria der kompetente Partner für Forscher/innen und Unternehmen auf ihrem Weg in eine erfolgreiche wirtschaftliche Zukunft. Darüber hinaus bietet LISA - neben der Funktion als "One-Stop-Shop" - durch das Webportal http://www.lifescienceaustria.at einen schnellen Einstieg zu den angebotenen Serviceleistungen und informiert über aktuelle Entwicklungen in der heimischen Life Science Szene.

Bündelung der Initiativen und Leistungen

LISA ist noch in anderer Hinsicht eine Weiterentwicklung des Impulsprogramms Biotechnologie: In Wien hat die Innovationsagentur mit der ZIT - Zentrum für Innovation und Technologie GmbH, einer Tochter des WWFF, einen zukunftsweisenden Kooperationsvertrag abgeschlossen: Unter der Marke LISA Vienna Region werden erstmals Initiativen und Leistungen auf Bundes- und Landesebene zusammengeführt und gebündelt. LISA Vienna Region obliegt das Standortmanagement für Wien und Umgebung. Die Expert/innen des Programms helfen nicht nur bei der Planung, sondern bieten auch Unterstützung beim Zugang zu regionalen Fördermitteln und zu öffentlichen sowie privaten Investoren. Eine Reihe von Business-Seminaren zu Themen wie Patentierung, klinische Forschung, Projektplanung, Personalwesen, Businessplanung usw. rundet das umfassende Angebot von LISA Vienna Region ab. Informationen zu den kostenlosen Business-Seminaren finden sich ebenfalls unter http://www.lifescienceaustria.at.

Hervorragende Ausgangsposition für österreichische Standorte

Wien verfügt - nicht zuletzt dank einer gezielten Wirtschaftspolitik der Stadtregierung - über eine dynamische, junge Life Science Szene und konnte sich als attraktiver Standort positionieren. Neben großen Playern wie Baxter, Novartis oder Boehringer Ingelheim haben sich auch zahlreiche junge Firmen angesiedelt. Wie eine Studie der Boston Consulting Group aufzeigt, liegt Wien als Standort mit internationalem Potenzial deutlich an der Spitze der österreichischen Städte. Mit 69 Prozent ist der Anteil der Wiener an den veröffentlichten Forschungsergebnissen im Bereich Life Sciences in Österreich am größten. Zudem sind 80 Prozent der Start-ups und 75 Prozent der etablierten Unternehmen in der Bundeshauptstadt angesiedelt. Aber auch in den Bundesländern haben sich bedeutende Life Science Standorte etabliert: In Krems ist ein neues Zentrum mit dem Schwerpunkt Tissue Engineering (Gewebetechnologie) im Aufbau. In Graz und Innsbruck dominieren Unternehmen, die in den Bereichen Zellbiologie, Biokatalyse und Medizintechnik tätig sind.

Durch die Neuausrichtung und Erweiterung des bisherigen Programms und die beispielhafte enge Kooperation zwischen dem Bund und der Stadt Wien wird die weitere Entwicklung des Standortes Österreich unter der zukunftsweisenden Marke Life Science Austria nachhaltig vorangetrieben.

Rückfragen & Kontakt:

Life Science Austria (LISA)
Dr. Sonja Hammerschmid
Innovationsagentur
Telefon +43 (1) 216 52 93-345
Hammerschmid@lifescienceaustria.at
http://www.lifescienceaustria.at

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