FORMAT: JGH-Präsident Jesionek verschärft Kritik an Justizminister Böhmdorfer

"Regierungsstrukturen" weisen laut Jesionek "Parallelen mit dem Dritten Reich" auf

Wien (OTS) - Schwere Kritik an Justizminister Dieter Böhmdorfer
und der Bundesregierung übt Udo Jesionek, Präsident des Jugendgerichtshofes, in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin FORMAT.

Anläßlich der geplanten Auflösung des Jugendgerichts fühlt sich Jesionek an die NS-Zeit erinnert: "Nur zwischen 1938 und 1945 - im Dritten Reich - ist der Gerichtshof eliminiert worden. Ist das also Zufall, dass es heute wieder so weit ist? Ich sehe da schon Parallelen", so Jesionek gegenüber FORMAT: "Die Parallele ist, dass es offensichtlich Regierungsstrukturen gibt, in denen das Soziale hinter anderen Prioritäten zurücktritt."

Justizminister Dieter Böhmdorfer sei für ihn "der Exponent" eines "Menschentyps, für den der Mensch erst an zweiter Stelle kommt", so Jesionek weiter. "Bei Böhmdorfer eskaliert immer alles. Außerdem habe ich das Gefühl, dass es einige Beamte gibt, die ein Interesse daran haben, ihn anrennen zu lassen. Er ist oft einfach falsch oder gar nicht informiert."

Jesionek abschließend: "Ich weiß, dass die Jugendkriminalität in Wien steigen wird, wenn hier alles zunichte gemacht wird."

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