Hornegger: Freiheitliche Bauern für Milchzuschuß

Vorschlag Grillitschs nicht tragbar

Wien, 2002-05-02 (fpd) - Eine Lösung für österreichische Milchbauern, wie sie Bauernbundpräsident Grillitsch fordere, sei sicher die falsche Vorgangsweise, erklärte heute der Bundesobmann der Freiheitlichen Bauern Abg. Franz Hornegger. ****

"Absprachen, wie man einen Milchpreis erfolgreich und rückwirkend senkt, funktionieren zwischen Berglandmilch und NÖM auch so schon bestens", sagte Hornegger. "Bauernbundvorstandsmitglieder beider Molkereibetriebe sind ein Garant dafür, daß Milchbauern zur Aufgabe ihrer Milchproduktion gezwungen werden." Eine rückwirkende Milchpreissenkung sei eine unzumutbare Vorgangsweise für Österreichs Bauern.

Hornegger stellte sich die Frage, wo die Verantwortung der Bauernvertreter des Bauernbundes gegenüber ihren Berufskollegen bleibe und ob sie nur mehr Abstimmungsmarionetten für die Molkereibetriebe oder für ihre Lieferanten wären. Bei der Bergland, sowie bei der NÖM hätten Bauernvertreter, die übrigens alle Bauernbundmitglieder seien, die Mehrheit im Vorstand. Für Hornegger unverständlich ist auch die Vorgangsweise der Länder Salzburg und Oberösterreich, wo die Landesförderung an Bauern, die ihre Milch nach Bayern liefern, nicht ausbezahlt werde.

"Es ist höchst an der Zeit, rasch einen bauern- und nicht einen molkereifreundlichen Milchzuschuß einzuführen. Die großen milchverarbeitenden Betriebe sollten nicht den kleinen den Milchpreis aufzwingen, sondern sich ein Beispiel an vielen kleineren Molkereibetrieben nehmen, die für Österreichs Bauern noch einigermaßen vertretbare Milchpreise erzielen", so Hornegger abschließend. (Schluß)

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