Ellensohn: "Wiener Sport-Club zahlt die Rechnung für Tirols Sünden"

Wiener Grüne kritisieren, dass durch Lizenzverfahren die kleinen Vereine auf der Strecke bleiben.

Wien (Grüne) - "Beim FC Tirol drückt die Bundesliga beide Augen zu, beim Wiener Sportklub hingegen wird kurzsichtige Sportpolitik betrieben" gibt sich der Grüne Sportsprecher David Ellensohn über die Lizenz-Vergabetechniken der Bundesliga erzürnt, die dem Wiener Sport-Club den Aufstieg in die 1. Division verwehrt.

"Der Traditionsklub aus Hernals hat sich in den letzten Jahren sportlich und finanziell erholt und steht vor dem Durchmarsch in die Erste Division. Die größte Hürde stellt dabei nicht etwa Ligakonkurrent Klingenbach dar, sondern die Funktionäre der Bundesliga", kritisiert Ellensohn. Seit mit AXA - eines der größten Versicherungsunternehmen der Welt - übrigens Einzelsponsor des traditionsreichen englischen FA-Cups - ein potenter Hauptsponsor im 17. Bezirk mitarbeitet, steht der Sportklub auf finanziell sicheren Füßen. Das Budget für das nächste Jahr ist auch für die Erste Division zu 100 % gedeckt. Nur wenige der 20 Klubs in den obersten zwei Spielklassen sind finanztechnisch so gesund wie der WSC.

Ellensohn: "Wegen - im Vergleich zu Tirols Schuldenberg - geradezu lächerlichen 500.000 Euro, die noch aus dem Konkursverfahren von 1997 offen sind, soll nun am Sportklub ein Exempel statuiert werden. Bei den Großklubs gab die Bundesliga auch schon in der Vergangenheit immer klein bei, Klubs wie Steyr, St. Pölten oder Waidhofen/Ybbs büßen dann für die Sünden der Großen."

Nach den Grünen muss die Bundesliga nicht nur prüfen, ob alle alten Verfahren abgeschlossen sind, sondern sollte sich vor allem darauf konzentrieren, wer die nächste Saison sicher ohne Millionen-Schulden überstehen wird. "Der Sportklub könnte die eigene Konsolidierung mit dem Aufstieg weiter vorantreiben, neue Schulden werden mit Garantie keine gemacht. Wieso soll dieser Klub nicht in der Ersten Division spielen?", fragt sich der Sprotsprecher.

"Ich hoffe, dass der Wiener Sport-Club mit dem Protest gegen diese unsinnige Entscheidung Erfolg haben wird und in der nächsten Saison in der Ersten Division vertreten sein wird" schließt Ellensohn.

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