Marboe ortet Vertrauenskrise zwischen Künstlern und Kulturpolitik

Wien, (OTS) Es gebe eine Vertrauenskrise, mehr als nur eine atmosphärische Störung, zwischen Künstlern und der Kulturpolitik in Wien, meinte der frühere ÖVP-Kulturstadtrat Dr. Peter Marboe am Donnerstag in einem Pressegespräch. Man müsse aus dieser Krise herauskommen, um wieder wirksam sein zu können. Auch habe er das Gefühl einer mangelnden Weiterentwicklung der Wiener Kulturpolitik. Er sehe auch eindeutig eine Re-Parteipolitisierung. Das Motto "Wer zahlt, hat recht" dürfe nicht Maxime der Kulturpolitik sein.

Gut finde er das Bekenntnis des neuen Kulturstadtrates zu den 3-Jahres-Verträgen, das Bekenntnis zu den Unvereinbarkeitsklauseln. Er bedauere, dass das operative Kulturbudget durch Sondermaßnahmen gekürzt werde. Das Geld fehle für viele kleine Kulturinitiativen.

Zum Ausschreibungsmodus für den zu suchenden Direktor des Historischen Museum der Stadt Wien forderte Marboe eine europaweite Ausschreibung. Eine "provinzielle" Ausschreibung schade der internationalen Reputation der Stadt.

Die bevorstehende Osterweiterung sei eine große Herausforderung für die Kulturstadt Wien. Eine Zusammenarbeit der Kulturpolitiker der mitteleuropäischen Städte finde er für notwendig. Weiters meinte Marboe, im Zusammenhang mit dem Mozart-Jahr solle das Figaro-Haus saniert werden, außerdem sollte in der Wohnung von Robert Stolz eine Gedenkstätte errichtet werden. Die Frage "Kunst am Bau" müsse weiter diskutiert werden. Bei der Film- und Medienstadt sehe er keine Fortschritte.

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