Presseinformation zum 1. Mai: Lutz strikt gegen die Sonntagsöffnung

Für Mitarbeiter nicht zumutbar, von Kunden nicht gewünscht

Wels (OTS) - "Wir haben unter unseren Kunden und Mitarbeitern eine Umfrage gemacht. Beide Gruppen sprechen sich mit überwältigender Mehrheit gegen die Sonntagsöffnung aus", fasst Dr. Hans-Jörg Schelling, geschäftsführender Gesellschafter, die Ergebnisse zusammen.

Das Unternehmen, so Schelling, habe auch eine soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern wahrzunehmen und lehnt daher die Teilnahme an den Gesprächen zur Sonntagsöffnung ab.

"Dass die Öffnungszeiten in Österreich nicht optimal sind, hat mit der Frage Sonntag nichts zu tun. Unsere Mitarbeiter und ihre Familien haben ein Recht auf die Sonntagsruhe" ist man bei Lutz überzeugt.

Bei Lutz ist man sich sicher, dass bei einer Sonntagsöffnung noch schwerer als jetzt qualifizierte Mitarbeiter für den Handel zu bekommen sind."Wir sehen uns hier einerseits als Anwalt unserer Mitarbeiter, andererseits kann nach unserer Einschätzung und Erfahrung das Umsatzvolumen nicht ausgeweitet werden.
Eine reine Verschiebung auf teure Sonntagszeiten ist aber für den Handel gar nicht zu finanzieren", sieht sich Dr. Schelling einig mit vielen Top-Managern des Einzelhandels.

Bei Lutz sieht man die jetzt aufflammende Diskussion eher als Vehikel, die festgefahrenen Standpunkte, durch Maximalforderungen, wieder in Gang zu bekommen.

Gefahr Ostöffnung

Die Notwendigkeit zum Überdenken dieser Haltung sieht man bei Lutz, wenn in den grenznahen Bereichen, vor allem der zukünftigen Mitgliedsländer der EU, durch die wesentlich liberaleren Öffnungszeiten, Kaufkraftabflüsse zu befürchten sind. "Das trifft dann aber auch Deutschland in vollem Umfang, wo ja derzeit auch ein striktes Öffnungsverbot für den Sonntag gilt", so Dr. Schelling.

Erst wenn es international zu einem Umdenken und zu einer einheitlichen Lösung kommt, erst wenn verbunden mit der Frage der Öffnungszeiten. auch die Fragen der Flexibilisierung der Arbeitszeiten behandelt wird, wolle man sich mit diesem Thema neu befassen. "Es wäre aber wünschenswert, wenn die EU und auch die österreichische Bundesregierung im Zuge der Beitrittsverhandlungen auch diese Frage mit den Beitrittskandidaten erörtert und verhandelt, um keine Wettbewerbsverzerrungen, vor allem aber keine Benachteiligung der Mitarbeiter und der Betriebe zuzulassen", sieht Dr. Schelling Handlungsbedarf bei der Politik.

Die Harmonisierung der unterschiedlichen Bestimmungen der einzelnen Mitgliedsstaaten der EU, in Bezug auf Steuerrecht, Arbeitsrecht, UWG und viele andere Bereiche findet derzeit nicht statt. "Ein Binnenmarkt, noch dazu mit einheitlicher Währung, wird ohne diesen Harmonisierungsprozess nicht wirklich stattfinden." "Die Öffnungszeitenfrage wäre ein guter Anlass, einen ersten, international abgestimmten Schritt zu setzen und die Frage der Harmonisierung rechtlicher Bestimmungen endlich voranzutreiben, um international tätigen Betrieben die Arbeit wesentlich zu erleichtern", fordert man bei Lutz.

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Lutz GmbH
Dr. Hans Jörg Schelling (48)
Geschäftsführender Gesellschafter seit 1991
Tel.: +43/7242/626-341 (Frau Paschinger) oder
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