Uni Wien: Überwältigende Beteiligung an Unterschriftenaktion des Senats

Konstruktive Beiträge zur Universitätsreform und fundamentale Kritikpunkte zum Gesetzesentwurf sollen berücksichtigt werden

Wien (OTS) - Am Donnerstag, den 2. Mai, um 12.00 Uhr überbringen der Senatsvorsitzende der Universität Wien, Jörg Hoyer, und sein Stellvertreter, Peter Vitouch, Bundesministerin Elisabeth Gehrer im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Minoritenplatz 5, 1010 Wien, über 15.000 Unterschriften.

Mit diesen Unterschriften haben sich über 20% der rund 75.000 Universitätsangehörigen (inkl. Studierende) in knapp 14 Tagen den wesentlichen Kritikpunkten des Senats angeschlossen, die dieser in seiner Stellungnahme zum Gesetzesentwurf dargelegt hat
(http://www.univie.ac.at/public/senat1804.htm).

Rektor und Senatsvorsitzender der Universität Wien haben sich bereits früh mit den universitätspolitischen Leitlinien (15.12.1998) und den 14 Eckpunkten zu einer Universitätsreform (20.5.2000) in die Diskussion zur Universitätsreform eingebracht.

Senat und Rektorenteam der Universität Wien haben in ihrer Stellungnahme zum Gestaltungsvorschlag des bm:bwk essentielle Kritikpunkte hervorgehoben
(http://www.univie.ac.at/erklaerungautonomie.html). Im
Gesetzesentwurf wird weder den konstruktiven Beiträgen noch den essentiellen Kritikpunkten entsprechend Rechnung getragen. Dies wirkte an den Universitäten demotivierend und hat große Sorge ausgelöst.

Die Senatsvorsitzenden haben in ihrer diesbezüglichen Erklärung
(http://www.univie.ac.at/erklaerung-senat.html) die
Universitätsangehörigen ersucht, durch die Unterschriftenaktion "Universitätsreform 2002 - so nicht!" ihre Meinung kundzutun. Allen MitarbeiterInnen und externen LektorInnen wurde folgender Text, mit dem Ersuchen nach den Osterferien in den Lehrveranstaltungen die Studierenden zur Mitwirkung einzuladen, übermittelt.

Universitätsreform 2002 - so nicht!

Die Universität Wien hat ihre Reformfähigkeit in den letzten Jahren durch konkrete Veränderungen bewiesen und ihre Reformbereitschaft durch konstruktive Beteiligung an der laufenden Reformdiskussion gezeigt.

Eine Reform, wie sie im Begutachtungsentwurf des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur vorliegt, lehnen wir jedoch entschieden ab.

Wir sind gegen:
- Massiven parteipolitischen Einfluss auf die Universitäten
- Fremdverwaltung statt Selbstbestimmung
- Beseitigung der Mitentscheidungsmöglichkeiten eines Großteils der Universitätsangehörigen

  • Eine unsachliche Lösung für die Medizin
  • Unzureichende Ausstattung an betriebsnotwendigem Vermögen

Für einen derartigen Rückschritt in der Universitätsreform stehen die Angehörigen der Universität Wien nicht zur Verfügung!

ao. Univ.-Prof. Dr. Jörg Hoyer
Vorsitzender des Senats
Univ. Prof. Dr. Peter Vitouch
Stellvertretender Vorsitzender des Senats

Zum Fototermin im Rahmen der Übergabe dieses eindrucksvollen Ergebnisses an Bundesministerin Gehrer sind Sie herzlich eingeladen.

Auf Ihr Kommen freuen sich
Jörg Hoyer und Peter Vitouch

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Eva Kößlbacher
Zentrum für Forschungsförderung, Drittmittel und Öffentlichkeitsarbeit

Universität Wien
Tel.: (++43-1) 4277 -18181
eva.koesslbacher@univie.ac.at

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