BMSG: Minister Haupt trifft ukrainische Ressortkollegen/innen in Kiew

Gespräche u.a. mit Sozialminister Sakhan und dem stellvertretenden Premierminister Seminoschenko

Wien (BMSG/OTS) - Bundesminister Mag. Herbert Haupt stattete vom 28.-30. April 2002 mit einer dreiköpfigen BMSG-Delegation der Ukraine einen offiziellen Besuch ab, der sich in die Reihe zahlreicher hochrangiger Kontakte zwischen beiden Ländern in diesem Jahr einfügt. Bundesminister Haupt folgte der Einladung des ukrainischen Arbeits-und Sozialministers Ivan Sakhan, der am 4. und 5. Oktober 2001 bei seinem Besuch in Wien ein bilaterales Ressortübereinkommen mit dem BMSG unterzeichnet hatte.

Bundesminister Haupt und Minister Sakhan haben die im Oktober 2001 vereinbarte bisherige technische Zusammenarbeit (Schlüsselkräfteschulung für das Nationale Rehabilitationszentrum-Projekt der Ukraine am BBRZ Linz) evaluiert und weitere Schritte für das laufende und das kommende Jahr erörtert.

Das Interesse der Ukraine galt vor allem den Erfahrungen Österreichs mit der Einbindung der Sozialpartner in die Entwicklung der Sozialpolitik. Ein weiterer wichtiger Punkt war die international hohe Reputation Österreichs bei der Rehabilitation und Integration von Menschen mit Behinderung. Gemeinsam mit Minister Sakhan besichtigte Sozialminister Haupt das künftige Ausbildungszentrum für das nationale Rehabilitations-Projekt der Ukraine in Lutisch.

Für das Jahr 2003 wurde in Aussicht gestellt, im Rahmen des bilateralen Abkommens ukrainischen Orthopädie-Mechanikern österreichische Unterstützung in der Ukraine zukommen zu lassen bzw. eine qualifizierte Aus- und Weiterbildung in Österreich zu ermöglichen. In der Ukraine ist die Anzahl der Menschen mit Behinderung relativ hoch (ca. 2,5 Millionen). Dadurch besteht ein besonderer Bedarf an der Weiterqualifizierung dieser Berufsgruppe.

Protokollarischer Höhepunkt des Besuches war ein Gedankenaustausch und Mittagessen mit dem Ersten Stellvertreter des Premierministers der Ukraine, Volodymyr Seminoschenko.

Bundesminister Haupt traf auch mit dem ukrainischen Gesundheitsminister Vitalij Moskalenko zusammen, um sich einen umfassenden Einblick in den Stand und die Entwicklung der Gesundheitspolitik in der Ukraine zu verschaffen. Moskalenko präsentierte Minister Haupt neue Wege in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung (u.a. Entwicklung eines Hausarzt-Systems), die Haupt als "ermutigende Reformansätze" bezeichnete. Das Gesundheitswesen insgesamt befinde sich jedoch allgemein in einer sehr tristen finanziellen Situation, so Haupt.

Im Gespräch mit dem stv. Premierminister Seminoschenko und Gesundheitsminister Moskalenko wurde ein bilaterales Gesundheitsabkommen zwischen der Ukraine und Österreich vereinbart. Dieses dient vor allem der Zusammenarbeit in den für die Ukraine wichtigen Bereichen, wie Aidsprävention und Bekämpfung der Tuberkulose. Zur Unterzeichung des bilateralen Gesundheitsabkommens im Rahmen der WHO-Konferenz hat Haupt Premierminister Seminoschenko und Gesundheitsminister Moskalenko 2003 nach Wien eingeladen.

Gemeinsam mit der früheren Familienministerin und nunmehrigen Vorsitzenden des Komitees für Familie und Jugend, Valentina Dowschenko, besichtigte Bundesminister Haupt schließlich ein medizinisch-soziales Rehabilitationsheim für Minderjährige.

Bundesminister Haupt war von den Bemühungen der Ukraine, das Schicksal der Kinder, Straßenkinder und der Waisen nach der Katastrophe von Tschernobyl zu lindern, tief beeindruckt. (Schluss) bxf

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