Grüne begehen heute zum 5. Mal ihren "Tag der Arbeitslosen" mit einem Straßenfest in der Neubaugasse

Das heurige Motto "Und weil der Mensch ein Mensch ist" stellt den Menschen als Menschen in den Mittelpunkt der Arbeitswelt und nicht als Ware.

Wien (Grüne) - Gemeinsam mit den Grünen GewerkschafterInnen
(AUGE) und arbeitsmarktpolitischen Initiativen setzen die Grünen auch heuer wieder einen Kontrapunkt zum 1. Mai. "Ganz im Zeichen der Rekordarbeitslosigkeit stellen wir die Situation arbeitsloser Menschen in den Mittelpunkt und zeigen Wege aus der tristen Situation vieler Arbeitssuchender auf," erläutert der Sozialsprecher der Grünen, NR Karl Öllinger, die Beweggründe dieser Grünen Idee.

Für die Grünen ist Arbeitslosigkeit kein Einzelschicksal. Sie kann jede/n treffen, unabhängig von Qualifikation, Branche, Alter oder Geschlecht. Immer mehr Menschen werden in Jobs gedrängt, von denen sie nicht leben können. Jede/r fünfte ÖsterreicherIn verdient weniger als 730 Euro im Monat. Jede vierte Frau ist unfreiwillig teilzeit- oder geringfügig beschäftigt. "Wien beispielsweise verzeichnet den höchsten Anstieg der Arbeitslosigkeit aller Bundesländer, insbesondere in den ‚klassischen Frauenberufen’ und in der Altersgruppe der 15 - 25jährigen," zeigt Monika Vana, die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Wiener Grünen, auf.

Die Grünen kritisieren, dass statt auf die Rekordarbeitslosigkeit zu reagieren und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zu verstärken, seitens des Bundes bei arbeitsmarktpolitischen Einrichtungen gespart, AMS-Reserven zurückgehalten und die Situation arbeitsloser Menschen durch Sozialabbaumaßnahmen verschärft wird.

Auch die Stadt Wien führt nach Meinung der Grünen den Kampf gegen die Rekordarbeitslosigkeit nur halbherzig und nützt ihre kommunalen Handlungsspielräume nicht. "Die 500 ATS (36 Euro) pro arbeitsloser Wiener/in, die SPÖ-Stadtrat Rieder seitens der Stadt Wien bisher als einzige Maßnahme gegen die Rekordarbeitslosigkeit angekündigt hat, sind zu wenig", kritisiert Vana.

Dass das nicht so weitergehen kann, liegt für die Grünen klar auf der Hand. Öllinger: "Was wir brauchen, ist ein Kurswechsel in der Arbeitsmarktpolitik: Nicht mehr das Schönfärben der Arbeitslosenstatistik, sondern die Schaffung existenzsichernder Arbeitsplätze und guter Arbeitsbedingungen müssen das Ziel sein."

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