AK Tumpel zum 1. Mai: Mehr Beschäftigung statt mehr Billig-Arbeitskräfte aus dem Ausland

AK Präsident fordert mehr Geld für die Aus- und Weiterbildung und mehr und bessere Berufschancen für Frauen und so genannte Ältere

Wien (AK) - "Mehr und bessere Chancen für die Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer in Österreich, statt noch mehr Billig-Arbeitskräfte aus dem Ausland", fordert AK Präsident Herbert Tumpel anlässlich des Tages der Arbeit am 1. Mai. "Oberstes Ziel muss es sein, dass möglichst viele österreichische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen Arbeitsplatz haben", sagt Tumpel, "und da gibt es von der Regierung bloß Ankündigungen und Schönfärberei statt konkreter Taten." Der AK Präsident fordert daher: Mehr Geld für die Aus- und Weiterbildung, endlich Maßnahmen, damit Beruf und Familie wirklich vereinbar sind und mehr Chancen für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. "Statt diese drängenden Probleme wirklich anzugehen, will die Regierung auf Zuruf der Wirtschaft noch mehr billige Arbeitskräfte aus dem Ausland holen", sagt Tumpel, "das drückt die Löhne, verschlechtert die Arbeitsbedingungen und gefährdet tausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer." ****

Es ist das Können jedes einzelnen Arbeitnehmers, das zählt
"Es ist das Können jedes einzelnen Arbeitnehmers, das zählt", sagt Tumpel, "aber bei der Aus- und Weiterbildung setzen Wirtschaft und Regierung den Sparstift an." Die Wirtschaft rufe zwar immer nach Fachkräften, bilde selbst aber viel zu wenig Lehrlinge aus, sagt Tumpel. Die berufsbildenden mittleren und höheren Schulen platzen aus allen Nähten und müssen jedes Jahr tausende Bewerber abweisen, weil sie zu wenig Plätze haben. Arbeitnehmer, die sich weiterbilden wollen, müssen dabei unterstützt werden. Der AK Präsident fordert daher: Mehr Lehrstellen, vor allem in den modernen Zukunftsberufen, mehr Plätze an den berufsbildenden Schulen und an den Fachhochschulen, "100-Millionen-Euro" für die Weiterbildung, bessere Rahmenbedingungen für die Bildungskarenz, eine gesetzlich festgelegte jährliche Mindest-Weiterbildungszeit und das Recht auf Qualifizierung für Arbeitslose.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie
"Wenn es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht, hören wir immer nur schöne Worte, aber die Taten fehlen", stellt Tumpel fest. Der AK Präsident fordert mehr und bessere Kinderbetreuungslätze, mehr Hilfe für WiedereinsteigerInnen und ein Recht auf Mitbestimmung bei der Arbeitszeit für Eltern mit Kindern, denn "die Eltern wissen am besten, wie sie ihre Zeit einteilen müssen, damit die Kinder nicht zu kurz kommen". Und wer sich entschließt kürzer zu arbeiten, um mehr Zeit für die Kinder zu haben, muss auch das Recht haben, wieder in Vollzeit zurück kehren zu können.

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