Schabl: Zusperrorgie bei den Postämtern in Niederösterreich beginnt

ÖVP größte Zusperrerpartei Österreichs; 277 öffentliche Einrichtungen werden geschlossen

St. Pölten, (SPI) - Der heutige 30. April 2002 ist für Dutzende Gemeinden in Niederösterreich ein trauriger Tag. Mit heutigem Datum werden nämlich Dutzende Postämter in Niederösterreich geschlossen, viele Gemeinden verlieren ihre einzige öffentliche Infrastruktureinrichtung. Die Lebensqualität für die Bevölkerung nimmt ab, die Nahversorgung verschlechtert sich. Österreichweit werden 650 Ämter gesperrt, allein in NÖ 226 Postämter. Die sogenannten "Ersatzlösungen" sind bestenfalls ‚Notwehrmaßnahmen' -derzeit gibt es in Niederösterreich kaum drei Dutzend definitiv feststehende Ersatzlösungen mit Geschäften und anderen Betrieben -für alle anderen Gemeinden heißt es nur: Postamt für immer zu", so der Niederösterreichische SP-LAbg. und Zweite Präsident des NÖ Landtags, LAbg. Emil Schabl, zu den heute beginnenden Postämterschließungen in Niederösterreich.****

Hier werden blindwütig Strukturen zerschlagen, die den Menschen in den Dörfern und Städten die Versorgungsqualität garantieren und Lebensqualität bringen. Mit der parallel laufenden Zerschlagung der Post in fünf Geschäftsbereiche wird ebenso Raubbau betrieben. Mehr als Zehntausend Arbeitsplätze sollen abgebaut werden. In Sachen Postämterkahlschlag schlagen jedenfalls die Uhren im Westen anders als im Osten Österreichs. So konnte sich das Land Tirol gemeinsam mit den Gemeinden bei einem Postamtsgipfel mit der Post einen Weiterbestand ihrer 40 zur Schließung vorgesehenen Postämter sichern. In Tirol wird nicht geschlossen, sondern weiterverhandelt. Ganz anders in Niederösterreich. Hier wird nicht verhandelt, hier wurde nicht verhandelt - im Gegenteil, die VPNÖ trägt die Bundeslinie zu Lasten der Niederösterreichischen Landesbürger voll. "Die ÖVP-NÖ hat sich damit als ‚größte Zusperrerpartei Österreichs' etabliert. 226 Postämter, 37 Gendarmerieposten und 14 Bezirksgerichte - 277 öffentliche Einrichtungen werden in Niederösterreich für immer ihre Pforten schließen", so Schabl abschließend.
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