Österreich in VN-Verbrechensverhütungskommission gewählt

Wien (OTS) - Bei den Wahlen für die Verbrechensverhütungskommission der Vereinten Nationen (CCPCJ), einer Unterkommission des Wirtschafts- und Sozialrats ECOSOC, konnte Österreich im Rahmen der westeuropäischen Staatengruppe einen Sitz erringen. Gemeinsam mit den USA und Deutschland wird Österreich diesem Gremium für die nächsten drei Jahre angehören. Andere traditionell in diesem Bereich engagierte Länder wie Großbritannien und Schweden schafften den Sprung hingegen nicht und werden weiterhin auf einem der Beobachtersessel Platz nehmen müssen.

Die in der Wiener UNO-City einmal jährlich tagende CCPCJ umfasst 40 Mitglieder und widmet sich einer breiten Palette von Themen, die in der internationalen Verbrechensverhütung und Strafrechtspflege aktuell sind. Vor zwei Jahren setzte sie neue Standards in der Bekämpfung des organisierten Verbrechens: Die Konvention gegen transnationale organisierte Kriminalität samt seinen Zusatzprotokollen gegen Schlepperei, Menschenhandel und Feuerwaffen zählt zu den modernsten internationalen Rechtsinstrumenten im Justizbereich. Gegenwärtig wird - ebenfalls in Wien - an einem weltweiten Übereinkommen gegen Korruption gearbeitet, mit dessen Fertigstellung Ende nächsten Jahres gerechnet wird. Ein weiteres Schwerpunktthema der CCPCJ ist die Bekämpfung des internationalen Terrorismus, das durch die tragischen Ereignisse des 11. September traurige Aktualität erfahren hat.

Mit dieser Wahl wird das starke Engagement Österreichs bei der Verbrechensverhütung gewürdigt. So beruhte das Schleppereiprotokoll zur Konvention gegen transnationale organisierte Kriminalität auf einer österreichischen Initiative und stammen große Teile des Verhandlungsstands bei der Antikorruptionskonvention aus einem niederländisch-österreichischen Vorschlag.

Die Wahl zur Verbrechensverhütungskommission beschließt eine Serie erfolgreicher Kandidaturen im Rahmen des Wirtschafts- und Sozialrats der UNO. Bereits im Jahr 2000 und noch in der Zeit der EU-Sanktionen wurde Österreich in die Kommission für nachhaltige Entwicklung gewählt. Im Vorjahr konnte sich Österreich u.a. gegen die USA im Rennen um die in Genf tagende prestigereiche Menschenrechtskommission durchsetzen. Ebenfalls im Vorjahr wurde der Wiener Labordiagnostiker Prof. Rainer Schmidt aus einem stark besetzten Feld internationaler Drogenexperten für den UN-Suchtstoffkontrollrat INCB ausgewählt.

Österreichs Botschafter bei den Vereinten Nationen in Wien, Thomas Stelzer, wird also nächstes Jahr neben der Suchtstoffkommission (CND), in der Österreich noch bis 2004 Mitglied ist, auch in der Verbrechensverhütungskommission vollberechtigt teilnehmen können.

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