Erfolgreiche Wintersaison

Tourismus-Bericht der Landesstelle für Statistik

Bregenz (VLK) - Von November 2001 bis März 2002 haben die Wintergäste in Vorarlberg 4,234.700 Übernachtungen gebucht.
Es waren dies um sechs Prozent mehr als im Winter 2000/01.
Damals wurden 3,983.400 Nächtigungen gemeldet. ****

Die Wintersaison 2001/02 begann in den Monaten November
und Dezember mit einem Nächtigungsplus von zehn Prozent. In
diesen beiden Monaten wurden 735.000 Übernachtungen
gebucht. Im Jänner kam es zu einem Rückgang um zwei Prozent
auf 1,070.100 Übernachtungen, im Februar stieg die Nächtigungsziffer um 8,5 Prozent auf 1,292.800 und im März
noch einmal um zehn Prozent auf 1,136.800 Übernachtungen.

Die Einnahmen aus dem Tourismus stiegen in der
bisherigen Wintersaison 2001/02 auf 920 Millionen Euro. Im
Winter 2000/01 wurden von November bis März 860 Millionen
Euro eingenommen. Die Zuwachsrate von acht Prozent dürfte allerdings etwas überhöht sein, weil Touristen, aber auch Tourismusbetriebe an der Jahreswende 2001/02 anlässlich der EURO-Umstellung zusätzlich fremde Valuten eingetauscht
haben. Eine exakte Abgrenzung dieser Valutenumwechslungen,
die nicht unmittelbar der Wintersaison 2001/02 zugerechnet
werden können, ist nicht möglich.

Aufgrund der bisher vorliegenden Informationen sind für
die gesamte Wintersaison rund 4,7 Millionen Nächtigungen zu erwarten, ein Plus von rund fünf Prozent. Damit zählt der
Winter 2001/02 zu den erfolgreichsten Winterhalbjahren im Vorarlberger Tourismus. Die diesjährige Saison ist die
vierte in ununterbrochener Folge mit Zuwachsraten. Ähnlich
hoch war der Nächtigungszuwachs das letzte Mal im Winter
1990/91, wobei damals die Zahl der Übernachtungen in der vorangegangenen Wintersaison aufgrund der sehr schlechten
Schneelage auf einen Tiefstand gesunken war.

In den gewerblichen Beherbergungsbetrieben stieg die Nächtigungsziffer in den Monaten November 2001 bis März
2002 um sieben Prozent auf 2,596.300 Übernachtungen, in den privaten Unterkünften um 4,5 Prozent auf 1,366.600 und in
den Massenunterkünften einschließlich der Campingplätze um
zehn Prozent auf 271.800. Seit mehreren Saisonen ist im Wintertourismus ein deutliches Aufholen der Hotels,
Gasthöfe und Pensionen gegenüber den Privatunterkünften zu beobachten. Die hohe Zuwachsrate in den Massenunterkünften
in der diesjährigen Saison dürfte zufällig sein; sie
entspricht jedenfalls nicht einem längerfristigen Trend.

Zu den Nächtigungszuwächsen in der diesjährigen
Wintersaison haben die Gäste aus Italien, aus England, aus
der Schweiz und Liechtenstein, aus Frankreich und aus
Deutschland überdurchschnittlich beigetragen. Bei den österreichischen Gästen kam es zu einem Minus um vier
Prozent und bei den Amerikanern um acht Prozent. Einbußen
bei den österreichischen Urlaubern gab es vor allem im
Montafon und Bregenzerwald. Im Montafon sank die
Nächtigungsziffer der Österreicher um 17 Prozent, im
Bregenzerwald um 11,5 Prozent. Dieser Rückgang hängt nicht
mit dem Ausbleiben von Gästen aus anderen Bundesländern
zusammen. Einzelne Vorarlberger Schulen haben allerdings
die Schiwochen abgesagt, was einen starken
Nächtigungsrückgang zur Folge hatte. Am Arlberg und im Kleinwalsertal wurden bei Gästen aus Österreich Nächtigungszuwächse erzielt. Die Nächtigungsziffer der Amerikanern sank in allen Tourismus-Destinationen,
ausgenommen in der Region Bodensee-Alpenrhein.

Nächtigungsziffer
Herkunftsländer Nov.2000- Nov.2001- Veränderung

März 2001 März 2002 in Prozent

Österreich 348.534 333.839 - 4,2
Belgien, Luxemburg 63.233 65.768 + 4,0 Deutschland 2.722.212 2.920.195 + 7,3 Frankreich 67.859 74.227 + 9,4 Vereinigtes Königreich 60.356 68.241 + 13,1
Italien 13.063 16.482 + 26,2 Niederlande 294.448 309.242 + 5,0
Schweden 13.653 13.481 - 1,3
Schweiz, Liechtenstein 290.824 325.310 + 11,9
USA, Kanada 28.805 26.564 - 7,8
Andere 80.415 81.327 + 1,1
GESAMT 3.983.402 4.234.676 + 6,3

Alle Tourismus-Destinationen in Vorarlberg erzielten in
der bisherigen Wintersaison Nächtigungszuwächse. Am größten waren sie in der Alpenregion Bludenz.

Nächtigungsziffer
Regionen Nov.2000- Nov.2001- Veränderung

März 2001 März 2002 in Prozent

Alpenregion Bludenz 404.422 449.495 + 11,1
Arlberg 738.333 796.503 + 7,9 Bodensee-Alpenrhein 236.179 242.753 + 2,8 Bregenzerwald 724.285 763.194 + 5,4 Kleinwalsertal 814.312 830.733 + 2,0
Montafon 1.065.871 1.151.998 + 8,1 VORARLBERG 3.983.402 4.234.676 + 6,3 (so/gw,nvl)

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