Zahlungsverkehrs-Allianz: BetriebsrätInnen fordern volle Einbindung in Entscheidungsprozesse

Umfassende Absicherung von MitarbeiterInneninteressen muss gewährleistet sein

Wien (GPA/ÖGB). Im Hinblick auf die heute von den Vorständen von Erste Bank, Bank Austria/Creditanstaltgruppe und Bawag/PSK-Gruppe bekannt gemachte Absicht, für den Zahlungsverkehr eine gemeinsame Tochtergesellschaft zu gründen, fordert die GPA die volle und umgehende Einbindung der BetriebsrätInnen in die Entscheidungsprozesse. Die Umsetzung einer möglichen Allianz in diesem Geschäftsbereich dürfe keinesfalls auf Kosten von MitarbeiterInneninteressen erfolgen. Dafür seien verbindliche Garantien erforderlich, mit denen kollektiv - bzw. dienstrechtliche Verschlechterungen ausgeschlossen werden können.++++

"Das Engagement der BetriebsrätInnen konzentriert sich nun darauf, die auf Vorstandsebene beginnende Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen zu begleiten und zu beeinflussen", so der Vorsitzende der Wirtschaftsbereichsgemeinschaft Finance in der Gewerkschaft der Privatangstellten (GPA), Günter Benischek, Zentralbetriebsratsvorsitzender der Erste Bank. Umfassende Informationen über Fortgang und Aussichten müssten dabei jederzeit gewährleistet werden. Insbesondere was die Frage der Kollektivvertragszugehörigkeit der in der künftigen Tochtergesellschaft beschäftigten MitarbeiterInnen betrifft, bestehe wesentlicher Klärungsbedarf. Die Bemühungen der GPA um einen KV-Abschluss im Bereich bankennaher Dienstleistungen bekomme vor diesem Hintergrund besondere Bedeutung.

Ziel der GPA ist es, eine Kooperationsplattform der BelegschaftsvertreterInnen aus den betroffenen Instituten zu bilden, um gemeinsame Verhandlungspositionen auszuarbeiten sowie die Mitwirkungsarbeiten zu koordinieren. Claudia Kral-Bast, die stv. GPA-Geschäftsbereichsleiterin-Interessenvertretung hält dazu fest:
"Wir sind zuversichtlich, dass die geplante Allianz im Zahlungsverkehr im Sinne der Interessen auf ArbeitnehmerInnenseite gestaltbar ist. Die GPA sieht sich in diesem Prozess als gemeinsames Dach unter dem zukunftsgerichtete Lösungen erarbeitet werden können."

ÖGB, 29. April 2002
Nr. 389

Bei der "Abfertigung Neu" sollen Zeiten für Kinderbetreuung auch zukünftig nicht angerechnet werden. Deswegen haben die ÖGB-Frauen zur Protestaktion aufgerufen. Unter www.oegb.at/frauen können Sie unsere Aktion unterstützen. Machen Sie mit!

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Martin Panholzer
Telefon: (01) 313 93-511
Mobil: 0676/817 111 511
eMail: martin.panholzer@gpa.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB