Australien verzeichnete trotz Krisenjahr 2001 4,1 % Wirtschaftswachstum

Chancen für österreichische Produkte mit hoher Wertschöpfung

Wien (PWK303) - "Mit 4,1% Wirtschaftswachstum lag Australien im weltweiten Krisenjahr 2001 an der Spitze aller OECD-Länder", stellt Roman Rauch, WKÖ-Handelsdelegierter in Sydney anlässlich der nun vorliegenden Gesamtbilanz des bilateralen Handels fest. "Unter Ausklammerung des Sonderkapitels "Personenkraftfahrzeuge" wären die österreichischen Exporte nach Australien um 8,5 % gestiegen", so der Handelsdelegierte. Unter Einbeziehung der PKWs, die unter das statistische Problem des "Rotterdam-Effektes" - österreichische Lieferungen in die EU mit dem Endziel Australien - fallen, verzeichneten die österreichischen Exporte ein Minus von 10,5 % gegenüber dem Rekordjahr 2000 bei einem Wert von 304 Mio Euro. Die australischen Lieferungen nach Österreich nahmen um 24,1 % zu und erreichten einen Wert von 40 Mio Euro.

Rauch: "Die Erfolgsfaktoren für das hohe Wirtschaftswachstum Australiens waren hohe Konsumausgaben und ein privater Bauboom bedingt durch historisch niedrige Leitzinsen, starke Exporte und hohe öffentliche Ausgaben aus dem Budgetüberschuss. Steigende Gewinnmargen der Unternehmen, sinkende Arbeitslosigkeit, der größte jährliche Handelsbilanzüberschuss von € 2,9 Mrd. und ein Leistungsbilanzdefizit von nur 2% des BIP runden das positive Bild ab."

"Die Importe von Investitionsgütern steigen derzeit um 15% auf Jahresbasis und die Zuversicht der australischen Unternehmen ist sehr hoch, die beste seit mehr als zwei Jahren", so der Handelsdelegierte. Aus diesem Grund haben Produkte mit hoher Wertschöpfung, die derzeitig die Exportpalette bilden, auch 2002 beste Chancen. Maschinen (Verpackung, Metall-, Kunststoff- und Holzbearbeitung, Druck, etc.), (Halb-)Fertigwaren (Papier, Kunststoff, Konsumgüter, Metallwaren), Mess-/ Prüfgeräte, Arzneimittel, chemische Produkte und der große Bereich der Wasseraufbereitung bieten österreichischen Exportunternehmen große Möglichkeiten. "Allerdings sind trotz der großen Distanz und aller Internetmöglichkeiten die persönliche Marktbearbeitung und Besuche vor Ort unerlässlich", verweist Rauch auf die Reisenotwendigkeit für diesen Markt. (pt)

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