GLOBAL 2000 begrüßt endgültiges Platzen des Verbund-E.ON-Deals

Kritik an Bartenstein wegen Atomstromhandel - Drei Forderungen an die Politik

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 begrüßt, dass mit der sogenannten "österreichischen Lösung" der umstrittene Verbund-E.ON.-Deal vom Tisch ist. Gleichzeitig warnen die Umweltschützer jedoch davor, dass ein anderer Atomstromkonzern durch die Hintertür im Verbund-Konsortium Fuß fasst. "Mit der Zusammenführung von EnergieAllianz und Verbund ist ein für Atomstromriesen hochinteressanter Happen entstanden. Eine zukünftige Übernahme muss auf jeden Fall verhindert werden. Es liegt bei Minister Bartenstein dafür sorgen, dass Österreich wieder atomstromfrei wird. Die Stromlösung kann also nur der Anfang zu der längst überfälligen Ökologisierung der österreichischen Stromwirtschaft sein.", betont Heinz Högelsberger, Energiereferent von GLOBAL 2000. Die Umweltschützer fordern konkret drei Schritte:

- Erstens müssen sich die österreichischen Stromfirmen aus dem internationalen Handel mit Atomstrom zurückziehen. In diesem Zusammenhang kritisiert GLOBAL 2000 Wirtschaftminister Bartenstein, der nun vom achtgrößten Stromhandelshaus Europas schwärmt:" Wenn die neue Kooperation aus Energieallianz und Verbund 40 Terawattstunden(TWh) Strom selbst erzeugt, aber mit 100 TWh Handel betreibt, so sollte auch einem Minister klar sein, dass hier auch mit Atomstrom gedealt wird", stellt Högelsberger klar. Denn: "Wenn man eine saubere Stromfirma sein will, darf man nicht mit schmutzigen Strom Geld verdienen".

- Zweite Forderung von GLOBAL 2000 ist das "Unbundling", - also die Trennung des Stromnetzes von Erzeugung bzw. Handel - endlich ernst zu nehmen und die Netze der beteiligten Firmen zusammenzulegen. "Dadurch sollte ein überregionaler einheitlicher Netzbetreiber entstehen, der zum überwiegenden Anteil im Besitz der öffentlichen Hand bleiben muss", so Högelsberger. GLOBAL 2000 begründet dies damit, dass das Stromnetz ein ogenanntes
"natürliches Monopol" ist und deshalb nicht privatisiert werden darf.

- Als dritte Forderung pocht GLOBAL 2000 auf eine Ökostromoffensive durch den massiven Ausbau erneuerbarer Energien.

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