Pumberger: Gusenbauer dehnt außerparlamentarische Opposition auf Spitäler aus

SPÖ hat Selbstbehalte im Gesundheitswesen erfunden

Wien, 2002-04-29 (fpd) - Den Tiefpunkt sozialistischer Gesundheitspolitik mußten heute die bedauernswerten Besucher der Ambulanz des Hanusch-Krankenhauses, mit dem Besuch von SP-Vorsitzenden Gusenbauer miterleben, berichtete FPÖ-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Alois Pumberger. "Damit hat Gusenbauer der Öffentlichkeit klar gemacht, daß er nicht davor zurück schreckt auf dem Rücken kranker Menschen Politik zu machen." ****

Offenbar, so Pumberger, reiche der SPÖ das Parlament und die Straße nicht mehr aus, um gegen die Bundesregierung zu polemisieren. "Jetzt müssen Gusenbauer und Co. sogar schon Kranke am Ort ihrer Behandlung belästigen", kritisierte Pumberger, die populistische Vorgehensweise des SP-Vorsitzenden. "Dem Heilungsprozeß war dieser Besuch sicherlich nicht zuträglich, hat er doch bei den überraschten kranken Menschen sicherlich eine gewisse Aufregung verursacht", konstatierte Arzt und Gesundheitssprecher Pumberger.

"Bei all der Kritik der Opposition an dem Selbstbehalt, der der Behandlungsbeitrag-Ambulanz ist, muß klar und deutlich festgehalten werden, daß alle anderen Selbstbehalte im Gesundheitswesen von SPÖ-Regierungen eingeführt wurden", betonte Pumberger. "Entscheidender Unterschied zu den von der SPÖ eingeführten Selbstbehalten, die immerhin rund 11,8 Prozent des Gesamtbudgets ausmachen, ist der, daß die Ambulanzgebühr sozial verträglich ist und eine Reihe von Ausnahmen zuläßt, die etwa bei der Rezept- oder Krankenscheingebühr die reine SPÖ-Erfindungen sind, nicht zutreffen", so Pumberger.

Mit der Wahl des Hanusch-Krankenhauses für seinen Spitalsbesuch, hat Gusenbauer instinktsicher jenes Spital ausgewählt, daß die höchsten Ambulanzquoten in ganz Österreich aufweist und der Wiener Gebietskrankenkasse mit rund einer Milliarde Schilling Abgang wie ein Klotz am Bein hängt. "Ich hoffe der Herr Vorsitzende hat heute mit eigenen Augen die überfüllten Ambulanzen begutachten können und ist zu dem Schluß gekommen, daß die Wartezeiten für die Patienten verkürzt werden müssen", so Pumberger. "Mit dem Behandlungsbeitrag Ambulanz ist es bereits im Ansatz gelungen, Patienten, die nicht unbedingt eine Ambulanz benötigen, zum niedergelassenen Arzt umzuleiten. Dies beweisen nicht nur die rückläufigen Ambulanzzahlen (Ausnahme Hanusch-Krankenhaus), sondern auch die steigenden Besuche beim niedergelassenen Arzt", betonte Pumberger.

"Für die Patienten ist es auf alle Fälle humaner und dem Heilungsprozeß zuträglicher, wenn sie ihre Behandlung rasch erhalten. Der Weg der SPÖ möglichst viele kranke Menschen in die überfüllten Ambulanzen zu schicken, ist falsch, inhuman und teuer", betonte Pumberger. Dies habe auch der ehemalige SP-Gesundheitsstadtrat Rieder erkannt, der gar einen Selbstbehalt von bis zu öS 300 einheben wollte. "Die Ambulanzen sollen für jene Patienten rascher verfügbar sein, deren Behandlung im niedergelassenen Bereich nicht möglich ist. Jene die genauso gut zu ihrem Haus- oder Facharzt gehen können, sollen das auch tun", betonte Pumberger.

"Ich hoffe der SP-Vorsitzende hat heute die Gelegenheit benutzt, den Patienten zu erklären, daß seine Forderung nach Beitragserhöhungen als Alternative zu den Ambulanzgebühren, die Bevölkerung unsozial belastet hätte", so Pumberger. "Bei einer Beitragserhöhung wären alle Österreicher betroffen gewesen - egal ob reich, arm, alt, jung, krank oder gesund. Die Ambulanzgebühr müssen nur jene zahlen, die eine Leistung in Anspruch nehmen und nicht in die zahlreichen Ausnahmen fallen. Abgesehen davon kostet die Ambulanzgebühr maximal 72,67 Euro im Jahr, während eine Beitragserhöhung alle mit durchschnittlich 91,57 Euro belastet hätte", so Pumberger.

"Die Reaktionen der Bevölkerung zeigen, daß der Großteil die Sinnhaftigkeit dieser Lenkungsmaßnahme verstanden hat und akzeptiert", so Pumberger, der Gusenbauer aufforderte seine Kritik im Parlament zu äußern und nicht arme, kranke Menschen für seine billige Politagitation zu mißbrauchen. (Schluß)

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