Grünewald: Fairer Wettbewerb zwischen Unis und FH nicht gegeben

Einrichtung eines Wissenschaftsrates notwendig

OTS (Wien) - Sehr erfreut zeigt sich heute der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, über die neuerliche Unterstützung seines Vorschlages zur Einrichtung eines Wissenschaftsrats. Im Wissenschaftsausschuss am 20. Februar 2002 hatte Grünewald die Einrichtung eines koordinierenden Gremiums für den gesamten tertiären Bereich - einen Wissenschaftsrat - angeregt.

Diesem Rat obläge eine grundsätzliche Diskussion fairer Bedingungen für Universitäten und Fachhochschulen. "Es geht nicht an, dass die Kosten pro Studierenden an den Universitäten permanent in die Höhe gespielt werden, obwohl einfache Berechnungen belegen, dass Studienplätze an den Fachhochschulen viel teurer sind! Als Lösung wird dann reflexartig der gebührenpflichtige und selektive Hochschulzugang gefordert. Die Behauptung, dass der freie Uni-Zugang der Kinder aus dem oberem Einkommensdrittel vom armen Facharbeiter aus Kapfenberg finanziert wird, ist aber einfach falsch. Wahr ist vielmehr, dass Kinder aus dem mittleren und unteren Einkommensdrittel Netto-NutzniesserInnen des freien Hochschulzugangs sind. Der Rat hätte die Aufgabe, diese Missverhältnisse zu relativieren und die Ausbildungsstruktur des tertiären Bereichs sinnvoll zu koordinieren", argumentiert Grünewald.

Es sei daher prinzipiell zu überdenken, wie ein fairer Wettbewerb zwischen Universitäten und Fachhochschulen zu erreichen sei. Die Zahlen der nicht-zugelassenen BewerberInnen an Fachhochschulen seien überhöht und müssten nach unten revidiert werden, um den Zugang zu praxisorientierter Ausbildung zu verbessern. Österreich habe ohnehin schon weniger Studierende als die meisten OECD-Staaten. "Die Regierung redet zwar von der Wissensgesellschaft, aber sie tut gleichzeitig alles, um die Teilnahme an hochqualifizierter Bildung in Österreich unterdurchschnittlich zu halten", so Grünewald abschließend.

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