Präsident Mag. Gumpinger: Bei Abfertigung Neu muss Kindergeldzeit angerechnet werden

Linz (OTS) - Es ist nicht zu rechtfertigen, dass, gerade im
Hinblick auf die Diskussion um bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Zeit in der Eltern das Kinderbetreuungsgeld erhalten, nicht auf die Abfertigung Neu angerechnet wird. Dies stellte heute der Präsident des Österreichischen Familienbundes LAbg. Mag. Otto Gumpinger zum Regierungsentwurf für die Abfertigung Neu fest.

Gumpinger weist auch daraufhin, dass im Papier der Sozialpartner der Passus noch enthalten war und von der Regierung stillschweigend gestrichen wurde. Damit wird wieder einmal Kinderbetreuung durch die Eltern als reine Privatsache gesehen, durch die sich Eltern beruflich nur Nachteile "einhandeln".

Es stelle sich auch die Frage der Rechtswidrigkeit, und der Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes. Das geltende Abfertigungsrecht verstößt gegen EU-Recht und benachteiligt Frauen. Sollte der Oberste Gerichtshof auf Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes entscheiden, hieße das, dass die neue Abfertigungsregelung von Beginn an rechtswidrig wäre.

Der Familienbund fordert daher die Bundesregierung dringend auf, die Kindergeldzeit und auch die Hospizkarenzzeit als für die Abfertigung Neu anrechenbare Zeiten gelten zu lassen. Alles andere bedeute eine spürbare Schlechterstellung vor allem von Frauen, die sich der Kindererziehung und der Pflege schwerstkranker Angehöriger widmen wollen und teilweise auch müssen.

Rückfragen & Kontakt:

Österr. Familienbund
Alice Pitzinger-Ryba
Tel.: 02742/77304

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FAM/FAM/OTS