Heinisch-Hosek: "Waffen haben in Privathaushalten nichts verloren"

SPÖ fordert: Die Lehren aus Erfurt ziehen

Wien (SK) Nach der Tragödie im deutschen Erfurt richtet SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Gabriele Heinisch-Hosek einen dringenden Appell an die Regierung, das österreichische Waffengesetz zu ändern. "Waffen sind auch in Österreich noch immer viel zu leicht zugänglich. Als einziges waffenrechtliches Dokument sollte es in Zukunft nur mehr den Waffenpass geben. Ein Waffenpass soll nur mehr jenen Personen bewilligt werden, die Schusswaffen aus beruflichen Gründen oder für die Ausübung einer bestimmten Tätigkeit benötigen. Ausgenommen sollen lediglich Personen sein, die einer nachgewiesenen Gefährdung unterliegen, der am zweckmäßigsten mit Waffengewalt begegnet werden kann", so der Vorschlag Heinisch-Hosek am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Ich fordere die Einführung einer verpflichtenden Schulung, sprich: einen Waffenführerschein, für den Umgang mit Waffen für Personen, die eine Schusswaffe besitzen dürfen. Zudem ist ein vorläufiges Waffenverbot bei Hinweis auf Gewaltbereitschaft, wie etwa bei einer Wegweisung und eines Rückkehrverbotes, notwendig, um Familienmitglieder vor Bluttaten zu schützen", so Heinisch-Hosek.

Auch eine rückwirkende Bedarfsprüfung und ein psychologisches Gutachten über Verlässlichkeit von Personen, die bereits ein waffenrechtliches Dokument besitzen, sei dringend notwendig und gesetzlich festzuschreiben. Generell müssten auch die Strafen bei illegalem Waffenbesitz massiv verschärft werden, so die Abgeordnete.

Die SPÖ habe diese Forderungen jedenfalls schon mittels Entschließungsantrages im Jänner 2000 im Parlament beantragt. Dieser wurden jedoch von der schwarz-blauen Mehrheit abgelehnt. "Erfurt führt uns wieder einmal tragisch vor Augen, dass Waffen in Privathaushalten nichts verloren haben und der Zugang zu ihnen massiv erschwert werden muss", schloss die SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin. (Schluss)nf/cb

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