Sima: Nach 31 Störfällen ist und bleibt Temelin ein Pannenreaktor

Was muss noch alles passieren, bis Regierung aktiv wird?

Wien (SK) Temelin ist und bleibt ein Pannenreaktor", kommentiert SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima die heute bekanntgewordene 31. Panne im grenznahen Atomkraftwerk. "Selbst nach einer zweimonatigen Pause haben die Betreiber ihr Akw nicht in Griff bekommen, zu gravierend sind die technischen Probleme, vor denen internationale Experten seit langem warnen", so Sima. Sie fordert die Bundesregierung erneut auf, endlich die Konsequenzen aus dem bisherigen Temelin-Debakel zu ziehen und sich nicht von den tschechischen Nachbarn mit Alibi-Zusagen abspeisen zu lassen. ****

"Es spricht doch für sich, dass seit Beginn der nuklearen Kettenreaktion im Oktober 2000 über 30 Pannen bekanntgeworden sind, einige davon hätten im Vollbetrieb zu dramatischen Konsequenzen für Mensch und Umwelt geführt", warnt Sima. Während die Regierung im Temelin-Sonderausschuss nicht müde wird, ihre angeblichen Aktivitäten in Sachen Temelin zu präsentieren, schaffen die Akw-Betreiber unermüdlich neue Fakten und wollen in Kürze auch Block 2 in Probebetrieb nehmen. Dabei haben sie nicht einmal Block 1 im Griff", so Sima. Es sei mehr als bedenklich, dass die Turbine nur wenige Stunden nach einer angeblichen Generalsanierung sofort wieder vom Netz genommen werden musste, schloss die Umweltsprecherin. (Schluss) se/cb

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