Fest bei der Mündung des Taschlbaches in die Zaya

Naturnaher Hochwasserschutz, besserer Grundwasserhaushalt

St.Pölten (NLK) - Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank übergab heute Vormittag im Rahmen eines Festes bei der Mündung des Taschlbaches, der nahe Ernstbrunn entspringt, und des Feldwiesengrabens in die Zaya bei Mistelbach zwei neue Rückhaltebecken ihrer Bestimmung. Das bereits jetzt erreichte Ziel: Die Zaya, der Taschlbach und der Feldwiesengraben sind durch Hochwässer nicht mehr so gefährdet wie früher, der Grundwasserhaushalt wird optimiert, zudem kommen auch wieder mehr Pflanzen und Tiere vor.

Wo früher die Zaya begradigt und noch weiter ausgebaut wurde, entstanden in den letzten Jahren auf einer Fläche von 5,5 Hektar im Rahmen des "Pflegekonzeptes Zaya" Rückhaltebecken, Überflutungsräume und Aufweitungen. Zwei Rückhaltebecken sind mittlerweile fertig, das dritte wird derzeit gebaut. Insgesamt sollen 5 Becken mit einer Gesamtfläche von zirka 21 Hektar gebaut werden. Entlang der Zaya sollen weitere Retentionsräume mit rund 130.000 Kubikmeter Gesamtvolumen an das Bachbett angebunden werden. Die Kosten für dieses Projekt, das von der Abteilung Wasserbau des Amtes der NÖ Landesregierung unter Oberbaurat Dipl.Ing. Werner Rubey geplant und ausgeführt wurde, betragen insgesamt 2,2 Millionen Euro. Bis jetzt wurden 1,2 Millionen Euro verbaut. Das Projekt wird auch von der EU gefördert.

Ein eigenes Rahmenprogramm richtete sich an rund 500 Schüler, denen an der Mündung des Taschlbaches in die Zaya an 7 Stationen Wissen zum Bach und seiner Struktur, zur Wassergüte, zu den Lebewesen in einem Weinviertler Gewässer, zur Vogelwelt, zum Hochwasserschutz sowie zur geologisch bedingten Gewässermorphologie vermittelt wurden.

"Mit diesem Projekt wird ein naturnaher Hochwasserschutz, aber auch der Grundwasserhaushalt optimiert und somit eine Verbesserung des gesamten Wasserhaushaltes in dieser Region erreicht", sagte dazu heute Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank. "Gleichzeitig schaffen wir neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. In Niederösterreich sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte des naturnahen Wasserbaus realisiert worden, so zum Beispiel auch entlang der Pulkau im Weinviertel."

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